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25. Februar 2020 | 13:38 Uhr
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Expedia streicht 3.000 Stellen

Das habe das US-Unternehmen in einer E-Mail an seine Mitarbeiter angekündigt, berichten US-Medien. Firmenchef Barry Diller begründet den Schritt mit einem "enttäuschenden" Geschäftsjahr 2019 und einer "ungesunden und undisziplinierten" Wachstumsstrategie in der Vergangenheit.

Der Online-Reisemittler hatte im Dezember weltweit 25.400 Mitarbeiter. Mit dem angekündigten Stellenabbau fallen rund zwölf Prozent der Jobs weg. Expedia-Aufsichtsratschef Diller will mit den Streichungen nach eigenen Worten den Geschäftsbetrieb vereinfachen und den Fokus des Unternehmens klären. Bereits Mitte Februar hatte er bei der Präsentation der Jahresbilanz davon gesprochen, dass Expedia "aufgebläht" sei und Einsparungen von bis zu 460 Millionen Euro angekündigt.

Anfang Dezember hatte Diller den bisherigen CEO Mark Okerstrom und Finanzchef Alan Pickerill zum Rücktritt gedrängt und das Tagesgeschäft selbst zusammen mit seinem Stellvertreter Peter Kern übernommen. Vorausgegangen war der Aktion ein Disput zwischen Vorstand und Aufsichtsrat nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal. Damals erklärte Diller, Expedia habe zum Jahresbeginn einen ambitionierten Restrukturierungsplan in Angriff genommen, um Marken und Technologien innerhalb des Konzerns effizienter zu verzahnen. Dabei sei allerdings das Tagesgeschäft aus dem Fokus geraten, was zu den enttäuschenden Quartalszahlen und einem glanzlosen kurzfristigen Ausblick geführt habe.

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