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9. Juni 2020 | 16:31 Uhr
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Reisebüros planen weitere Demo am 17. Juni

Die Organisatoren rechnen in Berlin mit bis zu 2.000 Teilnehmern, um ihren Forderungen nach einer Überarbeitung des Konjunkturpaketes der Bundesregierung im Sinne der Reisebranche Nachdruck zu verleihen. Auch die Busverbände wollen an diesem Tag in der Hauptstadt demonstrieren.

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Am 17. Juni wollen Reisebüros erneut in Berlin demonstrieren

Mitorganisatorin Anke Mingerzahn formuliert zum Ziel der Demo konkrete Forderungen. So solle die Deckelung der Beihilfen bei der Summe von 9.000 und 15.000 Euro aufgehoben werden, teilt sie via Facebook mit. Außerdem müsse bei den fixen Betriebskosten, für die der Bund aufkommen will, die Personalkosten eingerechnet werden. Die maximale Erstattung von 80 Prozent der Kosten solle auf 90 bis 100 Prozent aufgestockt werden, wenn entsprechende Umsatzrückgänge der Reisebüros nachgewiesen werden können.

Darüber hinaus fordert die Reisebüroinhaberin aus Erfurt, dass der Erstattungszeitraum von derzeit geplanten drei Monaten auf sechs Monate verlängert wird. Und last but not least bringt sie den viel diskutierten Rettungsfonds zur Absicherung von Kundengeldern und Provisionen mit ins Spiel.

Facebook-Gruppe informiert über Pläne

Zur Vorbereitung der Demonstration haben die Initiatoren auf Facebook eine Gruppe mit dem Namen "Vorbereitung bundesweite Demo Reisebüros" gegründet. Darin informieren sie Interessierte über den geplanten Ablauf und weitere Details. Zudem ist unter der Rubrik "Dateien" eine Liste mit Ansprechpartnern hinterlegt, die zum Beispiel bei der Anreise Unterstützung leisten können.

Auch die Busbranche will am 17. Juni in der Bundeshauptstadt erneut für Aufmerksamkeit sorgen, denn ihre Verbände, der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), die Landesverbände, die Gütegemeinschaft Buskomfort (GBK) und der Internationale Bustouristik Verband (RDA) lehnen die aktuelle Version des Konjunkturpakets ebenfalls ab. Dieses sei "völlig unzureichend" für die Rettung der Busunternehmen, heißt es.

Insgesamt hoffen die Organisatoren auf mehr Teilnehmer als in der Vergangenheit. Denn die bisher geltende Begrenzung der Teilnehmerzahl gilt nicht mehr.

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