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5. März 2021 | 07:00 Uhr
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Reiselust ist bei Deutschen, Chinesen und Amerikanern groß

Die Sehnsucht nach Urlaub ist international groß. Das zeigt eine Umfrage der ITB Berlin Now und dem Marktforschungsinstitut Statista in Deutschland, den USA und China. Etwa 70 Prozent der befragten beschäftigen sich damit, dieses Jahr privat zu verreisen. Wenn es konkret wird, gibt es allerdings große Unterschiede.

Italien Venedig Markusplatz Foto Thomas Hartung.jpg

Der Markusplatz in Venedig dürfte auch nach der Pandemie wieder Touristen aus aller Welt anziehen

Ganz konkret planen derzeit 37 Prozent der Deutschen, 42 Prozent der US-Amerikaner und 66 Prozent der Chinesen eine oder mehrere Reisen. Knapp 25 Prozent der Befragten aus Deutschland und den USA sowie über 35 Prozent der Befragten aus China denken darüber hinaus, dass sie in den kommenden zwölf Monaten mehr Geld für private Reisen ausgeben werden als in den vergangenen zwölf Monaten.

Sicherheitsbedenken sind die größte Hemmschwelle

Wer dieses Jahr keine Reise plant, begründet dies vor allem mit der Coronapandemie. Dabei wiegt das Sicherheitsempfinden während einer Reise schwerer als mögliche Reisebeschränkungen. 50 Prozent der Deutschen, die keine Reise für das Jahr 2021 planen, gaben als Grund an, dass sie sich nicht wohl dabei fühlen, während der Pandemie zu reisen. In den USA liegt dieser Wert bei 34 Prozent, in China bei 56 Prozent. Im Vergleich dazu werden eingeschränkte Reisemöglichkeiten von nur 23 Prozent der Deutschen, 21 Prozent der Amerikaner und 45 Prozent der Chinesen als Grund für das Zuhause bleiben.

Bei der Betrachtung der konkreten Reisepläne für 2021 erweist sich der Bade- und Strandurlaub in allen Ländern als beliebt und wird von 34 Prozent der deutschen, 36 Prozent der amerikanischen und 42 Prozent der chinesischen Urlaubshungrigen ins Auge gefasst. Zwar sind in allen Ländern die meisten Übernachtungen in Hotels geplant, allerdings fallen die Bevölkerungsanteile stark auseinander. Während in China 86 Prozent der privat Reisenden in Hotels übernachten möchten, fällt dieser Wert in den USA mit 56 Prozent und in Deutschland mit 48 Prozent deutlich geringer aus.

Viele wollen ihre Reisegewohnheiten verändern

Langfristig wollen 35 Prozent der Deutschen, 38 Prozent der Amerikaner und 50 Prozent der Chinesen ihre Reisegewohnheiten in Zukunft verändern. Als Auslöser dafür wurden neben zum Beispiel Umweltfaktoren vor allem die Pandemie angegeben, in Deutschland und in China 83 Prozent, in den USA 64 Prozent.

Von ihnen sagen 76 Prozent der Deutschen, 77 Prozent der US-Amerikaner und 88 Prozent der Chinesen „Ich werde mehr Urlaub in meinem Land machen“. In China planen nur 29 Prozent und den USA 15 Prozent der reiseplanenden Bevölkerung Auslandsaufenthalte. Mit 61 Prozent weicht dieser Wert in Deutschland klar davon ab, was Veranstaltern und Reisebüros Hoffnung macht.

Geschäftsreisen auch langfristig weniger

Im Gegensatz zu den privaten Reisen deuten die Ergebnisse für Geschäftsreisen auf einen Abwärtstrend hin. In Deutschland planen lediglich 27 Prozent, in den USA 34 Prozent und in China 51 Prozent eine berufliche Reise für das Jahr 2021. Auch langfristig dürfte es weniger werden. Dem Statement „Ich werde weniger Geschäftsreisen machen“ stimmen in Deutschland 65 Prozent, in den USA 66 Prozent und in China 63 Prozent zu.

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