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17. Juli 2018 | 11:59 Uhr
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Airlines kassieren mit Zusatzverkäufen kräftig ab

Die Top-Ten-Fluggesellschaften nahmen allein dadurch im Jahr 2017 zusammen rund 25,3 Milliarden Euro ein. Vor zehn Jahren waren es nur 1,8 Milliarden Euro. Für diese Studie untersuchte die Beratungsfirma Idea Works Company die Geschäftsberichte von 146 Fluggesellschaften, 73 wiesen die Einnahmen durch Zusatzverkäufe aus.

Dabei unterscheidet die Studie Zusatzeinnahmen durch Vielfliegerprogramme, bei denen die Airlines Meilen bzw. Punkte an Programmpartner wie Autovermietungen verkaufen, und "A-la-Carte-Angebote". Zu ihnen werden zum Beispiel der Verkauf von Speisen und Getränken gerechnet, auch der Handel mit Gütern wie Schmuck oder Parfüm an Board gehört dazu. Einen beachtlichen Teil der zusatzerlöse machen auch Gebühren für zusätzliche Gepäckstücke und Plätze an Notausgängen aus.

Starke Vielfliegerprogramme

Die Vielfliegerprogramme machen teilweise über 50 Prozent der Nebeneinnahmen aus. So sind es bei der US-Fluggesellschaft Southwest fast 80 Prozent, bei American Airlines fast 60 und auch bei Delta 56 Prozent. Lufthansa generiert 43 Prozent der Nebeneinkäufe über Miles & More. Ein weiterer großer Posten sind mittlerweile Gepäckgebühren. Sie stehen bei Billigfliegern wie der islandischen Wow Air und der chinesischen HK Express für zwei Drittel aller Ancillaries-Verkäufe.

Anteil am Gesamtumsatz steigt weiter

Bei einigen Fluggesellschaften, wie zum Beispiel der US-Linie Spirit, kratzt der Anteil der Erlöse aus Zusatzverkäufen schon hart an der Marke von 50 Prozent der Gesamtumsätze. Auch bei der mexikanischen Viva Aero Bus, der ungarischen Wizz Air und bei der US-Airline Frontier machen sie mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Zum Vergleich: Ryanair und Wow Air generieren knapp 30 Prozent ihrer Einkünfte im Ancillaries-Bereich

Das Ranking der Top-Ten-Airlines bei den Nebeneinnahmen 2017 führt United mit 4,9 Milliarden Euro an. Es folgen Delta mit 4,6 Milliarden Euro und American Airlines mit 4,50 Milliarden Euro. Auf Platz vier liegt Southwest mit 2,6 Milliarden Euro, gefolgt von Ryanair mit knapp zwei Milliarden Euro.

THo

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