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7. April 2020 | 14:59 Uhr
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Coronakrise könnte Konsum längerfristig belasten

Dass die Mehrheit der Bevölkerung während der Krise weniger Geld für Reisen (82%), Restaurantbesuche (91%) und Freizeitaktivitäten (91%) ausgibt, ist wenig überraschend. Nach einer aktuellen Verbraucherumfrage könnte das auch noch eine ganze Weile so bleiben.

28 Prozent der Menschen in Deutschland rechnen damit, dass sie nach der Coronavirus-Krise weniger ausgeben als bisher, selbst wenn diese innerhalb von drei Monaten überwunden wäre. Das hat eine repräsentative Verbraucherumfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) ermittelt. Ebenso viele Bundesbürger rechnen zudem damit, dass sich ihr Kaufverhalten nach frühestens einem Jahr normalisiert, wenn es sich nicht gar dauerhaft ändert. Ein Drittel der Befragten geht hingegen davon aus, nach ein paar Monaten wieder dasselbe Kaufverhalten wie vor der Krise an den Tag zu legen.

„Dadurch, dass viele Befragte eine Normalisierung der Konsumausgaben, wenn überhaupt, erst nach ein paar Monaten erwarteten, zeige sich, dass „eine große Unsicherheit hinsichtlich der finanziellen Folgen von Covid-19 für die Haushaltskasse besteht“, bilanzierte Jessica Distler, Partnerin bei BCG.

Von denjenigen, die bereits heute weniger Geld in Geschäften ausgeben, sagten 60 Prozent laut der Umfrage, dass sie dies nur zeitweise tun wollten, bis die Krise vorbei sei. Weitere 20 Prozent wollen dagegen Geld für eine mögliche weitere Rezession zurücklegen. Von Teilnehmern glauben 80 Prozent an einen wirtschaftlichen Abschwung aufgrund des Coronavirus.

BCG führte die Umfrage vom 27. März bis zum 30. März unter 3.085 in Deutschland lebenden Menschen durch.

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