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7. Dezember 2020 | 07:00 Uhr
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Deutsche haben Sommerurlaub trotz Corona-Auflagen genossen

Die Deutschen machen ihrem Ruf als Reiseweltmeister alle Ehre – so lautet ein Ergebnis einer weltweiten Umfrage zu Reisen in Corona-Zeiten von IPK International und der ITB Berlin. Demnach ist die Lust der Deutschen auf Auslandsurlaub deutlich größer als in den meisten anderen Ländern und ihre Zufriedenheit höher. Bei Flugreisen herrscht weiter Skepsis.

Familie Flughafen Maske Corona Foto iStock FamVeld.jpg

Für Deutschlands Traveller war der PKW mit weitem Abstand vor dem Flugzeug und der Bahn das Transportmittel der Wahl.

Rund ein Drittel der befragten Deutschen hat in den Sommermonaten Juni bis August trotz Corona eine Auslandsreise unternommen. Damit liegen die Bundesbürger deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 22 Prozent sowie dem weltweiten Durchschnitt von 19 Prozent. Rund 60 Prozent reisten in ein Nachbarland, demzufolge war auch der PKW das mit Abstand beliebteste Transportmittel mit 63 Prozent, gefolgt vom Flugzeug mit 25 Prozent und der Bahn mit 12 Prozent. Nicht zuletzt messen die Befragten den Maßnahmen zur Senkung des Ansteckungsrisikos eine sehr große Bedeutung zu. Daneben legen die Deutschen auch Wert auf verpflichtende Corona-Tests nach Rückkehr aus einem Risikogebiet.

Hohe Zufriedenheit mit Auslandsreisen

Gefragt nach ihrer Erfahrung, wie es ist in Zeiten von Corona ins Ausland zu reisen, sagten 66 Prozent der befragten Deutschen, dass dies "besser als erwartet" war. Weitere 27 Prozent fanden ihre Reise "wie erwartet" und nur sieben Prozent waren mit ihrer Reise unter Corona-Bedingungen weniger zufrieden. Positive Reiseerfahrungen trotz Corona machten nicht nur die Deutschen, sondern die europäischen Auslandsreisenden insgesamt. Die Reisezufriedenheit unter asiatischen und amerikanischen Reisenden fiel etwas geringer aus.

Einstellung zu Flugreisen nur leicht verbessert

Ein leicht positiver Trend zeigt sich bei den Deutschen auch in Bezug auf Flugreisen. So ist die Zurückhaltung, in Zeiten von Corona zu fliegen, im Vergleich zu Anfang Juni etwas gesunken. Trotzdem ist die Mehrheit nach wie vor unsicher bei der Frage nach dem Corona-Risiko bei Flugreisen. Generell ist die Angst, unter Corona-Bedingungen zu fliegen, unter den Europäern geringer als unter den Amerikanern und insbesondere unter den Asiaten.

Ausblick auf die nächsten zwölf Monate

Die Absicht der Deutschen, in den nächsten zwölf Monaten ins Ausland zu reisen, ist im Vergleich zur Umfrage im Juni mit sechs Prozent nochmals gestiegen und liegt erneut deutlich über dem europäischen und weltweiten Durchschnitt. Insbesondere jene, die Anfang Juni noch angaben, dass Reisen ins Ausland nicht in Frage kommen, kehren sukzessive in den Kreis der Reisewilligen zurück. Neben den Deutschen zeigen vor allem auch die Schweizer, Niederländer und Österreicher ein überdurchschnittliches Interesse, in den kommenden zwölf Monaten ins Ausland zu reisen, heißt es in der Studie von IPK und ITB Berlin.

Basierend auf repräsentativen Umfragen untersucht diese Studie in Deutschland und in weiteren 17 Märkten weltweit Einfluss und Auswirkung der Corona-Pandemie auf das internationale Reiseverhalten. Neben den Ergebnissen pro Umfrage werden auch Trends und Entwicklungen im Zeitablauf der Pandemie aufgezeigt und analysiert. Weitere Informationen zur Covid-19-Studie auf IPK International.

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