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29. August 2018 | 13:54 Uhr Teilen
Mailen

Gericht erklärt "Tui Preisindikator" im

Das Landgericht Hannover hat Tui in einem von der Wettbewerbszentrale geführten Klageverfahren untersagt, in Katalogen für Pauschalreisen mit der Darstellung eines Leistungspakets sowie mit der Angabe eines „Tui Preisindikators“ zu werben, ohne die Kunden gleichzeitig in exakt bezifferter Form über den Reisepreis zu informieren. Der Veranstalter hatte in einem Katalog für Reisen nach Spanien und Portugal mit Leistungspaketen sowie der Angabe des besagten Preisindikators auf einer Skala geworben – dabei allerdings nicht wie sonst üblich, einen exakt bezifferten Reisepreis für unterschiedliche Reisedaten angegeben.

Darin sah das Gericht einen Verstoß gegen wettbewerbsrechtliche Informationspflichten, da dem Verbraucher wesentliche Informationen vorenthalten würden. Der "Preisindikator" gebe keinerlei Hinweis darauf, auf welche Reise- bzw. Buchungsdaten sich der jeweils gesetzte Pfeil zur Preisangabe beziehe – etwa, ob es sich dabei um einen Mindestpreis, einen Durchschnittpreis oder einen mit Rabatten für bestimmte Buchungszeiträume versehenen Preis handele. Hieraus ergebe sich, dass jedenfalls aus dem Katalog selbst nicht klare werde, in welchem Preisrahmen sich die Reisen bewegten. Der so für den Verbraucher "kaum nachvollziehbare" Indikator ermögliche es dem Kunden nicht, eine informierte geschäftliche Entscheidung zu treffen, heißt es zur Begründung.

Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Es ist anzunehmen, dass das von der Wettbewerbszentrale als Musterverfahren angelegte Verfahren weitere Gerichtsinstanzen durchläuft. Denn im gemeinsamen Interesse von Verbrauchern und Branche sollte geklärt werden, wie konkret ein Reiseveranstalter in Reisekatalogen über den Reisepreis informieren muss.

 

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