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20. Juni 2022 | 16:12 Uhr
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Initiative will Destination Management auf neue Füße stellen

Lebensraum statt Destination Management haben sich die Macher eines Events namens Open Week Allgäu auf die Fahnen geschrieben. Man müsse "weg von der reinen Fokussierung auf die Bedürfnisse der Gäste, hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Region, welche die Bedürfnisse der Einheimischen, aber auch der Umwelt und Natur" berücksichtige.

Deutschland Strand Strandkörbe Ostsee Foto iStock mije_shots

Nicht allein die Bedürfnisse der Gäste dürfen in touristischen Zielen im Mittelpunkt stehen

Die zum ersten Mal abgehaltene, einwöchige Veranstaltungsserie stand unter dem Motto "Lebensräume neu denken" – und versteht sich als "Abgesang an das klassische Tourismusmanagement, wie wir es kennen". Die Tourismuskonzeption als solche könne es nicht mehr geben, sagt Kristine Honig, Netzwerkpartnerin des internationalen Beraternetzwerks Realizing Progress, das die Open Week gemeinsam mit der Allgäu GmbH als Gastgeber konzipierte und organisierte.

Entwicklungen wie Klimakrise, Overtourism oder die Corona-Pandemie hätten den Wandel vom Tourismusmanagement hin zur Lebensraumperspektive in den letzten Jahren beschleunigt, heißt es in einer Mitteilung. Die Wahrnehmung des Tourismus wandele sich – und auch Touristiker müssten den Blickwinkel auf ihren Arbeitsgegenstand ändern, meint Roland Völcker vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern.

Tourismus als Querschnittsthema

Als Querschnittsmaterie beeinflusse der Tourismus fast alle gesellschaftlichen Bereiche vor Ort so Völcker weiter. Daher seien "Bevölkerung wie Gäste zwingend mitzudenken", um nicht nur eine Reisedestination, sondern auch einen für die Einwohner lebenswerten Lebensraum zu entwickeln. Dazu müssten bereits bei der Erarbeitung einer umfassenden Konzeption völlig neue Akteurinnen und Akteure involviert werden.

Bei der Veranstaltung seien Ideen zur Messung und Steigerung der Lebensqualität in einer Region entwickelt worden – von der Hormonmessung in Abwässern bis zu einem Masterplan für die Lebensraum-Messung, von regionalen Datenhubs bis zu überregionalen emotionalen Karten, von der digitalen Besucherlenkung bis hin zur Glücksmessung über die Frequenz und Tonalität von Stimmen.

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