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23. Juni 2021 | 13:18 Uhr
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Insolvenzen in Deutschland nehmen zu

Laut einer Analyse von Creditreform gab es im ersten Halbjahr 2021 rund 46.000 Verbraucherinsolvenzen, 63 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gründe seien Kündigungen und Kurzarbeit aufgrund der Coronakrise und die Verkürzung des Insolvenzverfahrens von sechs auf drei Jahre. Mit 8.800 Fällen im ersten Halbjahr seien die Firmenpleiten hingegen um 1,7 Prozent gesunken. Doch das sei ein trügerischer Wert.

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Die Prognose für das zweite Halbjahr sehe düster aus. Es wird erwartet, dass die Verbraucher- und auch die Unternehmensinsolvenzen steigen. Hierzu nimmt Christoph Niering, Vorsitzender des Verbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) gegenüber der "Welt" Stellung: "Die vorhandene Liquidität wird derzeit von Finanzämtern und Krankenkassen nicht abgeschöpft, die ihre Forderungen seit Beginn der Krise gestundet haben. Sollte sich dies ändern, wird sich dies auch bei den Insolvenzzahlen widerspiegeln." Der Fiskus und die Sozialversicherungsträger stellten üblicherweise sehr oft Insolvenzanträge, wenn Firmen ihre Steuern oder Sozialabgaben nicht zahlten. Kehrten sie zu dieser Praxis zurück, würden die Firmeninsolvenzen sprunghaft ansteigen.

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