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11. Februar 2021 | 07:00 Uhr
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Nur geringe Investitionen in kleine Reise-Start-ups

Trotz Corona wurden laut einer Studie des Lufthansa Innovation Hub 2021 rund 19 Milliarden Euro in Reise- und Mobilitäts-Start-ups investiert, ein vergleichsweise geringer Rückgang zu 22 Milliarden im Vorjahr. Doch die Zahl täuscht, denn die Zahl der Deals ging um knapp 50 Prozent zurück.

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Kleinen Start-ups wird in der Coronakrise der Anfang schwer gemacht

Die Investoren waren nicht sehr risikofreudig und so brachen die frühphasigen Investments regelrecht ein. Zudem gab es deutlich weniger Angel-Investments, weil viele Business Angels wegen der Unsicherheit im Markt eine Pause einlegten, wie die "Welt" berichtet. Im zweiten Halbjahr stockten auch das finanzielle Engagement der Early-Stage-Investments, der sogenannten Series A-Finanzierungen. Der Großteil des investierten Geldes floss in die etablierten reiferen Firmen.

"Eigentlich befeuert Corona die Digitalisierung und bringt neue Ideen hervor, wie man im Bereich der Videokonferenzen sieht oder etwa am Beispiel Clubhouse", sagt LH Innovation Hub-Studienautor Lennart Dobravsky. "Doch das ist im Travel-Bereich aktuell nicht möglich." Weil die Investoren auf Etablierte setzen, haben die frischen Start-ups kaum Chancen, Innovationen zu entwickeln. Eine bedauerliche Entwicklung.

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