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5. Dezember 2019 | 07:00 Uhr
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Mailen

Schlechte Noten für E-Mail-Marketing der Reiseveranstalter

Die Gestaltung sei in der Regel gut, aber die technische Umsetzung durchweg mangelhaft. Zu diesem harschen Urteil kommt der E-Mail-Dienstleister The Profiling Company bei der Untersuchung von rund 50 E-Mail-Newslettern von Reiseveranstaltern und touristischen Vertriebsplattformen.

E-Mail-Marketing Foto iStock Natali_Mis

Die Untersuchung bemängelte die technische Umsetzung der E-Mail-Newsletter

Geprüft wurden 40 Kriterien in sechs Kategorien wie Template-Struktur, Sichtbarkeit oder Responsivität. "Wenn es wirklich schlecht läuft, dann erreichen nur etwa 5 Prozent einer Unternehmensaussendung wirklich den Empfänger", so Harald Gall, Chef der Profiling Company. Er sieht einen Grund für die technischen Schwächen im Vertrauen auf die beauftragten Agenturen, die sich durchweg zu wenig um die Technik kümmerten. Einen Unterschied in der technischen Kompetenz zwischen großen und kleinen Reiseanbietern konnte Gall nicht feststellen. Konkret werden die technischen Möglichkeiten zur Spam-Prävention kaum beachtet und die Sichtbarkeit bei relevanten Clients und Endgeräten nicht umfassend getestet.

Gall nennt zwei Beispiele für eklatante Fehler: "Ein kleiner Veranstalter gestaltete seinen Newsletter komplett aus Bildern mit eingebettetem Text. Das ist ein sehr großer Spam-Booster. Die E-Mail wurde in unserem Testaufbau auf keiner einzigen Client-Geräte-Kombination angezeigt. Dieser Newsletter ist damit vollkommen nutzlos." Aber auch die Großen der Branche liefern Negativbeispiele: "Da steht im Tracking-Link etwas von den Kapverdischen Inseln und die E-Mail handelt ausschließlich von der Türkei. Nicht nur Spamfilter registrieren das, sondern auch Verbraucher, die vorsichtshalber derartige E-Mails gar nicht öffnen.“ Ein Fehler, der etwa durch das Überschreiben alter Templates verursacht wird.

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