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4. März 2020 | 14:55 Uhr
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Solamento-Chef startet Social-Media-Aktion gegen rechts

Den eigentlich für die ITB geplanten Start der Kampagne verlegt Sascha Nitsche (Foto) nun in digitale Kanäle. Kern der Aktion sind plakative Headlines und Hashtags, unter dem Slogan "Solamento zeigt Gesicht", die eine deutliche Positionierung gegen den aktuellen Rechtsruck in der Gesellschaft ausdrücken sollen.

Nitsche Sascha

Sascha Nitsche will Branche und Öffentlichkeit gegen rechts mobilisieren

"Mich besorgt die aktuelle Entwicklung und speziell der zunehmende Zuspruch konkret für die AfD, so dass ich mich mit meinem Unternehmen vor dem internationalen Umfeld der ITB deutlich gegen Terror, Rechtsextremismus und die politische Ausrichtung der Partei aussprechen wollte", sagt der Geschäftsführer des mobilen Vertriebssystems, dem rund 300 Reiseverkäufer angeschlossen sind. Geplant sei gewesen, während der Reisemesse auf Werbescreens ein Signal an die Branche, aber auch an die Messebesucher in Berlin zu setzen. Nun werde auf Social-Media-Kanäle umgeschwenkt, so Nitsche.

"Auch wenn sich derzeit in der Öffentlichkeit alles um Corona dreht, müssen wir den aktuellen Rechtsruck stoppen", fordert der Solamento-Gründer. Es sei "höchste Zeit, hierzu in unserer Branche Haltung zu beziehen." Er sei sich bewusst, dass die aktuelle Kampagne seines Unternehmens polarisiere, so Nitsche, aber die Touristik stehe für Weltoffenheit, Gastfreundschaft, interkulturellen Austausch und länderübergreifende Freundschaften.

"Mir ist es daher ein persönliches Bedürfnis, in diesem Umfeld für Toleranz zu werben und sich klar gegen den aktuellen Rechtsruck in unserer Gesellschaft auszusprechen", erklärt der Solamento-Chef. Die rund 300 angeschlossenen Reiseberater könnten sich auf freiwilliger Basis an der Kampagne des Unternehmens beteiligen und die vorbereiteten Headlines gegenüber ihren Kunden und auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen nutzen.

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