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18. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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Touristische Infotafeln an Autobahnen wirken

Das hat eine Umfrage der Hochschule Harz ermittelt. Demnach ist knapp jeder Sechste bereits mindestens einmal dem Hinweis auf ein besonderes Reiseziel auf den braunen Tafeln spontan gefolgt.

Bischofswerder touristische Unterrichtungstafel

Offiziell heißten die infoschilder "touristische Unterrichtungstafel"

Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer erklärten, dass sie sich an konkrete Schilder sowie die darauf abgebildeten Sehenswürdigkeiten, Städte oder Landschaften erinnern können. Nur vier Prozent erklärten, sie hätten die Tafeln noch nie wahrgenommen, sagt Professor Sven Groß, der an der Hochschule Harz auf dem Gebiet des Verkehrsträgermanagements lehrt und forscht.

Waren die Befragten einem Hinweis kurzfristig gefolgt, investierten sie sogar längere Fahrtzeiten, berichten die Autoren der Umfrage. Zwei von dreien seien bis zu 30 Minuten zusätzlich gefahren. Ein Teil derer, die dem Hinweis einer touristischen Unterrichtungstafel nicht spontan gefolgt seien, habe sich das Ziel für spätere Ausflüge vorgemerkt. "Einige Personen haben uns in zusätzlichen Leitfadeninterviews von Listen erzählt, die sie sich während oder nach der Autofahrt machen", erklärt Groß.

Der Forscher geht davon aus, dass an den deutschen Autobahnen mehr als 3.400 der  braunen Info-Schilder mit rund 1.800 verschiedenen Motiven aufgestellt wurden. Spitzenreiter sei Bayern mit mehr als 800 touristischen Unterrichtungstafeln an Autobahnen. Aktuell fänden nur neun Prozent der Befragten, dass die Zahl der Tafeln reduziert werden sollte. Rund 40 Prozent stimmten sogar für eine Erhöhung und 50 Prozent seien dafür, dass die Gesamtzahl der Hinweise gleich bleibt.

Die Online-Befragung fand zwischen dem 21. und 28. Juni 2019 über ein Panel der Respondi AG statt. Insgesamt beantworteten 1.100 Frauen und Männer die 41 Fragen.

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