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8. April 2020 | 15:19 Uhr
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Verbraucher sind wegen Rückzahlungen bei Reisen alarmiert

Laut einer Erhebung für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) sorgt sich mehr als ein Viertel der Bundesbürger, dass er das Geld für abgesagte Reisen, Veranstaltungen oder Kurse nicht zurückerhält. Besonders ausgeprägt sei die Sorge in Haushalten mit geringerem Einkommen.

Laut der vom Marktforschungsinstitut Kantar Emnid durchgeführten Befragung sorgen sich in Haushalten mit 1.500 bis 2.500 Euro Nettoeinkommen 38 Prozent der Befragten um die Rückzahlung der Gelder. Damit zählen bereits getätigte Ausgaben für Reisen nicht zu den drängendsten Problemfeldern, sie rangieren aber durchaus unter den nennenswerten Sorgenquellen.

Noch ausgeprägter ist die Sorge, bei Krankheiten wegen fehlender Krankenhaus- oder Arztkapazitäten nicht ausreichend behandelt werden zu können. Sie wird von 43 Prozent der Befragten geteilt. Etwa jeder Dritte sorgt sich zudem, dass die private Altersvorsorge wegen sinkender Kurse oder niedrigerer Rendite an Wert verliert.

VZBV-Vorstand Klaus Müller wertet das Ergebnis als Beleg dafür, dass "Ideen wie Zwangsgutscheine bei abgesagten Reisen gehen in die falsche Richtung" gingen. Die Politik mache derzeit "vieles richtig“, räumt er ein. Aber sie müsse die Sorgen der Verbraucher ernstnehmen. Auch in der Krise dürften "Verbraucherrechte nicht aufgeweicht werden". "Wie auch für Unternehmen braucht es für Verbraucher Vorschläge und konkrete Angebote, um finanziell über die Runden zu kommen können", so Müller.

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