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21. Juli 2022 | 17:37 Uhr
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Warum man in der Pandemie ins Busreise-Geschäft einsteigt

Im Herbst 2020 haben sich Reisebüroinhaber Daniel Plum und Nico Donell zusammengetan, um mit Ab in den Bus einen Veranstalter für Busreisen zu gründen. Wie sie auf die Idee kamen, erzählt Plum im Gespräch mit Counter vor9.

Ab in den Bus Buga 2021 Foto Ab in den Bus

Eine Gruppenreise von Ab in den Bus führte zur Bundesgartenschau 2021 in Erfurt

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Das Kaarster Unternehmen Donell Gruppenreisen kannte Plum schon lange als Player aus der Region. Das familiengeführte Unternehmen war vor Ab in den Bus für Chöre oder große Gruppen unterwegs und hat seine Flotte von sechs modernen Reisebussen auch verchartert. "Donell hatte zuvor keinen Einzelplatzverkauf, damit hat er nun begonnen", sagt der Reisebüroinhaber, dessen acht Agenturen für den Vertrieb zuständig sind. "Wir waren zunächst sechs Gesellschafter, aktuell sind wir noch zu fünft", sagt Daniel Plum, der Reisebüros am Niederrhein betreibt. An Ab in den Bus beteiligt sind Frank Donell und Sohn Nico, Susanne Böckner und Lars Harke – allesamt erfahrene Touristiker.

Zunächst klingt es wie eine verrückte Idee, doch bei genauerem Hinsehen macht die Gründung von Ab in den Bus durchaus Sinn. Angeführt von Reisebüroinhaber Daniel Plum und Gruppenreisen-Spezialist Nico Donell als Geschäftsführer ist das Team des Veranstalters mittlerweile gut beschäftigt.

Zum Start reihenweise Absagen
"Die Pandemie ist irgendwann auch wieder vorbei" sei ihr positives Motto gewesen, sagt Plum und "dann wollen die Menschen erst Recht wieder reisen". Also wurde das Projekt Ab in den Bus nicht verschoben, sondern an den Start gebracht. Nach der ersten Welle von Stornierungen in den Reisebüros hätte das Team dann ja auch genug Zeit für die Planung gehabt, lacht Plum.

Die Gründung von Ab in den Bus ging bereits im September 2020 über die Bühne, was natürlich im Zuge der Pandemie einen "traurigen Start" bedeutete, so Plum. "Das mussten wir erst einmal aussitzen und reihenweise Reisen absagen", so Plum. Jedoch sei das wirtschaftlich kein Problem gewesen, man habe ja keine großen Investitionen machen müssen. Die Busflotte gab es bereits und das Vertriebsnetz mit Reisebüros ebenso.

Nicht ohne Katalog
Das Gute am langsamen Start sei gewesen, dass das Team nach dem Prinzip "Trial and Error" lernen konnte. Zum Beispiel habe man gedacht, ohne Katalog auskommen zu können, das sei jedoch ein Irrtum gewesen. Die Zielgruppe 60-plus verlange etwas zum Blättern, mit einem Online-Katalog könne man da nicht punkten. Und so gibt es aktuell bereits den zweiten Katalog von Ab in den Bus zum Winterprogramm 2022/23.

Haustürabholung als Verkaufsargument
"Auch aus negativen Erfahrungen habe man gelernt, sagt er. "Was bei uns zum Beispiel gar nicht geht, sind Städtereisen", sagt Plum. Die seien ganz schnell wieder raus geflogen aus dem Programm. Themenreisen kämen gut an, wie etwa Fahrten zur Bundesgartenschau. Auch kombiniere man als Veranstalter mittlerweile Flug und Rundreise, aktuell nach Mallorca oder Andalusien.

Vertriebspartner gesucht
Das Besondere am Produkt sei die Haustürabholung mit Gepäckservice zu Busreisen in Deutschland und Europa. Die Zielgruppe bestehe aus Älteren aus der Region Niederrhein, die es bequem mögen. Das Konzept funktioniere nur regional, sonst wären die Wege zu weit. "Übrigens suchen wir noch Vertriebspartner, Reisebüros aus dem Postleitzahlen-Gebiet von 40 bis 52 können sich Agenturverträge holen", sagt Plum. Er ergänzt, es gebe zehn Prozent Provision ab der ersten Buchung und je nach Umsatz nach oben gestaffelt.

Sabine Schreiber-Berger

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