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18. Juli 2020 | 07:00 Uhr
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Abenteuer Outback unter grandiosem Sternenhimmel

Wer an Australien denkt, hat schnell roten Sand und einen schier endlosen Horizont vor Augen. Das erwartet Besucher auch in Südaustralien. Auf dem Explorers Way von Adelaide Richtung Norden verwandelt sich die Landschaft komplett. Doch das Outback ist alles andere als eintönig.

Australien Südaustralien Coober Pedy Lookout Cave Underground Motel Foto SATC Adam Bruzzone

Die Hitze hat die Menschen in Coober Pedy unter die Erde getrieben, dort kann man auch als Besucher übernachten

Wüste, Felsen, Krater, Schluchten – die vorherrschende Farbe im Outback ist zwar gleich, die Landschaft trotzdem vielfältig. Da gibt es zum Beispiel den 500 Kilometer langen Gebirgszug der Flinders Ranges mit gleich drei Nationalparks. Einer davon ist der Ikara-Flinders Ranges Nationalpark, der an unerforschte Mars-Landschaften erinnert. Hauptattraktion ist Wilpena Pound: ein gigantisches natürliches Amphitheater. Am spektakulärsten wirkt das Ganze aus der Luft. Daher lohnt sich ein Rundflug.

Zur Übernachtung bietet sich Glamping in den Ikara Safari Camps an. Die festen Premium-Zelte sind mit Kingsize-Betten, Bad, Strom und Klimaanlage ausgestattet. Vor dem Zelt geben sich Kängurus ein Stelldichein. Ein einzigartiges Buscherlebnis vermittelt die Wandersafari Arkaba Walk. Die Guides wissen alles über Geologie, Flora und Fauna der Flinders Ranges und führen die Wanderer durch austrocknete Flussbette, zu abgelegenen Wasserlöchern, gesäumt von 1.000 Jahre alten Eukalpyten.

Kaum zu glauben, doch die Flinders Ranges sind auch ein kulinarisches Ziel. Nördlich des Wilpena Pound liegt das bekannte Prairie Hotel von Parachilna. Dort gibt es ursprüngliches Outback-Essen, etwa Emu-Eieromelette oder Kamelsteak.

Außergewöhnlich ist auch der Blick in den Nachthimmel. Weil im Outback kein Streulicht stört, erscheint die Milchstraße zum Greifen nah. In der Sternwarte von Arkaroola erklären Guides beim gemeinsamen Blick durch das Teleskop Planeten und Galaxien. Nur aus der Luft erahnt man die Ausmaße einer anderen Naturerscheinung, den fast 10.000 Quadratkilometer großen Lake Eyre. Der größte See und gleichzeitig tiefsten Punkt Australiens füllt sich nur alle paar Jahre vollständig mit Wasser.

In Coober Pedy wohnen die Menschen unter der Erde

Der bekannteste Ort im südaustralischen Outback ist Coober Pedy. Mitten im Nirgendwo gelegen, gilt Coober Pedy als Opal-Hauptstadt der Welt. Die Siedlung in einer sonnengeheizten Mondlandschaft, hat eine faszinierende Geschichte und die Bewohner pflegen seinen eigenwilligen Lebensstil. Wegen der Hitze verlegen sie Wohnungen, Geschäfte und auch Hotelzimmer unter die Erde. Die Geschichte dieser unwirtlichen Stadt und ihrer Menschen erzählt das Umoona Opal Mine and Museum, das ebenfalls unterirdisch angelegt ist. Tägliche Touren zeigen das Leben unter Tage.

Schräg wird es bei Crocodile Harry. Im Haus des legendären Krokodiljägers tauchen die Besucher in eine schrullige Welt voller verrückter Utensilien und Kunstwerke. Harry jagte einst Krokodile im Northern Territory, bevor es ihn auf der Suche nach Opalen nach Coober Pedy verschlug. Sein exzentrisches Zuhause ist heute ein Museum und war sogar im australischen Filmklassiker Mad Max zu sehen.

Filmreif ist auch der Kanku-Breakaways-Conservation-Park. Die sich mitten in der Wüste auftürmenden Tafelfelsen und Hügel dienten ebenfalls bei Mad Max als Kulisse. Die Painted Desert bestaunt man am besten aus dem Flugzeug. Das natürliche Farbenspiel im Breakaway-Schutzgebiet wurde erst vor ein paar Jahren entdeckt. Mitten in der flachen Wüste erhebt sich eine 80 Millionen Jahre alte Ansammlung kleiner und großer Felshügel, die im Spiel der Sonne die Farbe wechseln. Das nahezu unberührte Gebiet ist nur über den Luftweg zu erreichen.

Mehr über den australischen Bundesstaat erfahren Sie mit unserer Themenwoche Südaustralien auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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