Vail Resorts ist einer der großen Betreiber von Skigebieten weltweit. Das US-Unternehmen mit Sitz in Colorado betreibt 42 Bergresorts in Nordamerika, der Schweiz und Australien. Dazu gehören bekannte Destinationen wie Vail, Breckenridge, Park City, Whistler Blackcomb sowie in der Schweiz Andermatt-Sedrun und Crans-Montana.
Zum Konzern gehören außerdem Hotels und Ferienunterkünfte, unter anderem die Marke Rockresorts, sowie mehr als 250 Sportgeschäfte und Verleihstationen. Ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells ist der Epic Pass, der Zugang zu zahlreichen eigenen und Partner-Skigebieten bündelt.
Forderung nach neuer Strategie
Oasis will Vail nach Informationen des US-Portals Travel Weekly strategisch stärker auf Gästeerlebnis, Preisstrategie, Marketing und die Nutzung der Hospitality-Angebote ausrichten. Zudem sieht der Investor Potenzial bei der Kundenbindung, in den Beziehungen zu den Berggemeinden sowie im Gastronomiegeschäft.
Vail hatte im Juli bereits das mehrjährige Programm "Epic Experience" angekündigt, das zusätzliche Investitionen in Gastronomie, Skikurse, Ausrüstung und Gästebindung vorsieht.
Vier Kandidaten gegen den Konzernkurs
Für den Verwaltungsrat schlägt Oasis den früheren Disney-Chef Bob Chapek, die frühere US-Skirennläuferin und Olympiasiegerin Picabo Street, Fondsmanager Ashton Hudson und Venture-Capital-Investor Bryce Robert vor. Über die Kandidaten dürfte auf der nächsten Hauptversammlung abgestimmt werden, deren Termin bislang nicht feststeht.
Vail selbst sucht parallel nach einem neuen Verwaltungsratsmitglied und will die Position Anfang 2027 besetzen. Das Unternehmen betont, es stehe im laufenden Austausch mit den Aktionären und wolle langfristig Wert schaffen.
Schwaches Geschäftsjahr erhöht den Druck
Der Vorstoß kommt nach einer schwierigen Skisaison 2025/26. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres sank das operative Ergebnis von 759 auf 629 Millionen Dollar, der Nettogewinn von 461 auf 338 Millionen Dollar. Die Verkäufe des Epic Pass lagen bis Ende Mai um zehn Prozent unter dem Vorjahr, der Umsatz daraus um fünf Prozent niedriger.
