Basta

Zahlen, die die Welt nicht braucht

Ein britischer Familienreisespezialist hat ermittelt, wie lange die Noch-EU-Mitbürger brauchen, bis sie sich im Urlaub richtig entspannt fühlen. Am längsten dauert es demnach bei den Einwohnern Manchesters mit 54 Stunden und 54 Minuten, Londons Population benötigt genau 54 Stunden. Am schnellsten entspannen Menschen aus Sheffield mit 32 Stunden und 48 Minuten, der Durchschnitts-Brite ist nach 46 Stunden und 42 Minuten relaxed. Travel Daily News

Falscher Knopf

Die Folgen hätten durchaus schlimmer sein können als die sieben Stunden Verspätung, die daraus resultierten: Eine Passagierin, die sich offenbar noch Erleichterung verschaffen wollte, während Flug PK702 auf dem Weg von Manchester nach Islamabad schon zur Startbahn rollte, verwechselte die Klotür mit dem Knopf der Notausstiegstür. Letztere öffnete sich daraufhin und die Notrutsche fuhr aus. An einen Start war dann natürlich erstmal nicht mehr zu denken. Stern

Ein ganz neues Fluggefühl

Auf dem kleinen Kounotori Tajima Airport in Japan können sich Passagiere beim Besuch der Örtlichkeiten ein bisschen wie Piloten fühlen. Denn das Innere der Kabinen ist mit Fototapete wie das Cockpit einer ATR 42-600 gestaltet. Für derlei Design ist an dem Flughafen offenbar genug Zeit: Dort startet lediglich zwei Mal pro Tag ein Flug nach Osaka. Aerotelegraph

Bundestags-Watsche

AfD-Politiker Sebastian Münzenmaier schmetterte dem Linken-Parlamentarier Lorenz Gösta entgegen: "Ich will Sie abschaffen!", nachdem dieser die Pläne der Rechtspopulisten kritisiert hatte. Ob der kruden Wortwahl des AfD-Mannes, der in der aktuellen Legislaturperiode den Tourismusausschuss leitet, platzte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth der Kragen. Solche Sprüche hätten im Bundestag nichts zu suchen, stellte sie fest. Welt

Bettwanzen-Ranking

Es gibt ja für alles Mögliche Listen, diese hier ist vielleicht für Amerika-Urlauber interessant: Philadelphia ist die Nummer eins unter den den US-Metropolen für Bettwanzen. Zu den Top Five dürfen sich außerdem New York, Dallas, Indianapolis und Cincinnati zählen, hat der Ungeziefer-Bekämpfer Terminix ausgewertet. Vorsorge, um die kleinen Biester nicht mit nach Hause zu bringen, geht aber auch ohne Chemie. Outbreak News

Gamechanger

Wie verpasst man einem Pechvogel nach zwei Abstürzen ein neues Image? Marketingprofi und Ryanairchef Michael O'Leary hat eine Lösung parat. Er nennt seine vielen bestellten Boeing 737 Max jetzt stolz "Gamechanger", weil sie so wenig Sprit bauchen. Die Idee, das Flugzeug einfach umzubennen, hatte zuvor schon US-Präsident Donald Trump. Helfen tut es erst einmal nicht, denn die Gamechanger stehen wohl noch Monate am Boden. FAZ

Hase gegen Flugzeug

Meister Lampe verirrte sich in Stuttgart auf die Runway – und das wurde ihm zum Verhängnis. Denn gegen einen landenden Flieger zog der Hase den Kürzeren. Allerdings hatte sein Ableben spät abends Folgen für einen nachfolgenden Urlauberjet aus Teneriffa. Denn erst musste die Bahn gereinigt werden, und die Maschine wurde nach Hannover umgeleitet. Am nächsten Morgen war die Runway wieder sauber. Austrian Aviation

Verschwörungstheorien

Seit Monaten bleiben deutsche Staatsdiener mit den Maschinen der Flugbereitschaft irgendwo hängen oder kommen erst gar nicht weg. So wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der fast seine Rede zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes verpasste. Jetzt soll gar nicht die Bundeswehr schuld sein, die für den Service verantwortlich ist. Nein, in der Bundesregierung denkt man allen Ernstes darüber nach, ob Sabotage oder Hacker die Pannenserie zu verantworten haben. Aero

Gender-Code

Die Zweiteilung der Welt in Mann und Frau ist jetzt auch beim GDS Travelport vorbei. Neben M und F gibt für Flugbuchungen nun ein drittes Geschlecht: das X. Der Code steht allen 480 angeschlossenen Airlines zur Verfügung. Notwendig ist die Angabe des Geschlechts im Flugtickets aber längst nicht in allen Ländern. Travelport-Chef Gordon Wilson: "Für uns ist X eine Stimme für Vielfalt, Würde und Respekt." Ob die Airlines das auch so sehen und den Gender-Code wirklich einsetzen, muss sich erst noch zeigen. About Travel

Stillen verboten

Schon wieder eckt Ryanair bei seiner Kundschaft an. Diesmal mit einem Flugbegleiter, der einer Passagierin verboten hat, beim Start ihr Baby zu stillen. Eine Begründung lieferte er nicht, schaute aber so lange der Frau zu, bis sie sich wieder bedeckt hatte. Das Baby fing dann zwar an, zu schreien, doch das kümmerte den Mann nicht. Merkwürdig allerdings, dass die beruhigende Milch von Mama eine andere Ryanair-Crew auf dem Hinflug nicht störte. Independent

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil

Das scheint bei Ryanair nicht immer zu klappen, wie ein Beispiel aus London zeigt. Da konnte ein Flieger erst mit zwei Stunden Verspätung nach Belfast abheben, weil es der Crew nicht gelang, die korrekte Zahl der Passagiere an Bord festzustellen. Ein Passagier berichtet von "chaotischen Szenen", bei denen zeitweise auch noch Flughafenmitarbeiter mitmischten, um die Volkszählung abzuschließen. Belfast Telegraph

Sonderurlaub für Flugabstinenz

Die Diskussion um Klimaschutz und das Fliegen treibt seltsame Blüten. Das Berliner Gründerinnenzentrum Weiberwirtschaft lobt jetzt für seine Angestellten drei Tage Sonderurlaub aus, wenn sie ein Jahr lang auf Flugreisen verzichten. Geschäftsführerin Katja von der Bey will dazu animieren, klimaschonende Reiseformen und -ziele zu wählen. Sie selbst fuhr letztes Jahr im Sommerurlaub mit dem Zug von Berlin an die Côte d’Azur. „Es war die pure Entschleunigung.“ Spiegel