Einkaufen bleibt nach Angaben der repräsentativen Erhebung der der CIMA Beratung + Management mit 65,6 Prozent der häufigste Anlass für einen Innenstadtbesuch. Dahinter folgen Bummeln mit 46,2 Prozent sowie Gastronomie und Cafés mit 45 Prozent. Zugleich schneiden Restaurants und Cafés in der Bewertung besser ab als Dienstleistungen und Einzelhandel.
Nach Auffassung der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt zeigt das, dass Innenstädte zunehmend auch als Orte für Begegnung und Freizeit wahrgenommen werden. DZG-Vorstandssprecher Marcel Klinge sagt, neben dem Einkauf gewännen Essen, Trinken, Treffen und Erleben an Bedeutung.
Aufenthaltsqualität entscheidet mit
Entscheidend ist nach der Studie jedoch nicht allein das gastronomische Angebot. Sauberkeit, Sitzgelegenheiten, Grünflächen und Fußgängerfreundlichkeit erreichen jeweils Zustimmungswerte von rund 90 Prozent. Deutlich schlechter sieht es bei öffentlichen Toiletten aus: 39,4 Prozent der Befragten sehen hier besonderen Handlungsbedarf.
Insgesamt wollen 83,3 Prozent ihre Innenstadt künftig mindestens genauso häufig besuchen wie heute. Das ist nach Erkenntnissen der Studie der höchste Wert seit sechs Jahren.
DZG fordert bessere Bedingungen für Betriebe
Die DZG leitet daraus auch politische Forderungen ab. Bund, Länder und Kommunen sollten bei der Innenstadtentwicklung stärker auf die wirtschaftlichen Bedingungen von Gastronomie, Tourismus, Hotellerie und Freizeitwirtschaft achten.
Genannt werden der Erhalt flexibler Beschäftigungsmodelle wie Minijobs, flexiblere Wochenarbeitszeiten, weniger Bürokratie und verlässlichere Investitionsbedingungen.
