Mehr als 90 Prozent der organisierten Kabinenbeschäftigten beteiligten sich an der Abstimmung, die am 30. Juli endete. Nach Angaben der Gewerkschaft Fellesforbundet lehnte eine deutliche Mehrheit das Ergebnis der Tarifverhandlungen ab. Das berichtet das norwegische Portal Fri Fagbevegelse.
Die Verhandlungspartner hatten sich vor dem Sommer nach einer um 15 Stunden verlängerten Schlichtung auf einen Abschluss verständigt. Dieser musste jedoch noch von den Mitgliedern bestätigt werden. Nach dem Nein kündigte die Gewerkschaft nun den Arbeitskampf für Samstag an.
Die Gewerkschaft erklärte unterdessen, sie sei bis zum Streikbeginn weiter gesprächsbereit. Die Telefonleitung sei rund um die Uhr geöffnet, falls die Arbeitgeberseite über eine Lösung beraten wolle. Auch der Arbeitgeberverband NHO Luftfart will in dieser Woche erneut mit der Gewerkschaft und einem staatlichen Schlichter verhandeln. SAS kündigte ebenfalls an, möglichst schnell an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Der angekündigte Ausstand erfasst 468 Kabinenbeschäftigte bei SAS in Norwegen. Medizinische Evakuierungsflüge sowie Verbindungen von und nach Longyearbyen auf Spitzbergen sollen weiter stattfinden.
