Das Verfahren soll es Volotea ermöglichen, unter gerichtlichem Schutz einen Restrukturierungsplan mit den Gläubigern auszuhandeln. Gespräche mit dem spanischen Staatsfonds Sepi, Banken, Anteilseignern und weiteren Gläubigern seien bereits weit fortgeschritten, heißt es.
Parallel bereitet der Low-Cost-Carrier eine Kapitalerhöhung vor. Beteiligen will sich unter anderem Alaeo, die vom Management kontrollierte Beteiligungsgesellschaft um Volotea-Mitgründer Carlos Muñoz. Zu den wichtigen Investoren gehört außerdem Aegean Airlines. Die griechische Fluggesellschaft hat Spekulationen über eine Übernahme der Mehrheit oder der Führung dementiert, bestätigt aber Gespräche über die Zukunft von Volotea.
Flotte soll deutlich kleiner werden
Kern der Sanierung ist ein Schrumpfkurs. Von derzeit 45 Flugzeugen sollen künftig noch 30 bis 35 eingesetzt werden. Welche Standorte oder Strecken betroffen sein könnten, ist bislang offen. In der Firmenzentrale in Barcelona sollen zudem etwa 50 Stellen wegfallen. Insgesamt beschäftigt Volotea derzeit rund 2.200 Mitarbeiter.
Die Airline betreibt vor allem Direktverbindungen zwischen europäischen Regionalflughäfen und fliegt auch von und zu deutschen Airports wie Berlin Hamburg .
Treibstoffkosten belasten Bilanz
Als Ursachen für die finanzielle Schieflage nennt Volotea geopolitische Unsicherheit und stark schwankende Energiepreise. Die höheren Treibstoffkosten hätten das Unternehmen seit März mit rund 150 Millionen Euro zusätzlich belastet, heißt es.
Ende 2025 wies Volotea ein negatives Eigenkapital von 77,5 Millionen Euro aus. Bei rund 818 Millionen Euro Umsatz entstand ein Nettoverlust von 64 Millionen Euro. Das operative Ergebnis war nach Angaben der Airline allerdings das dritte Jahr in Folge positiv.
