Im Vorjahreszeitraum hatte der weltweit größte Kreuzfahrtkonzern, zu dem auch Aida Cruises und Costa Crociere gehören, einen Nettogewinn von umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro erzielt. Allein im dritten Quartal 2026 kamen rund 1,67 Milliarden Euro hinzu. Bereinigt lag der Quartalsgewinn bei etwa 1,76 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis erreichte rund 2,64 Milliarden Euro.
Auch Umsatz und Nettoerlöse markierten im dritten Quartal Höchststände. Die währungsbereinigten Nettoerlöse lagen 2,4 Prozent über Vorjahr und entwickelten sich besser als noch im Juni erwartet, berichtet der Konzern.
Treibstoff verteuert den Betrieb
Die höheren Treibstoffpreise belasteten das Quartal zusammen mit Wechselkurseffekten mit umgerechnet rund 115 Millionen Euro. Die Kosten je verfügbarem Unterbett-Tag stiegen um 4,2 Prozent. Gleichzeitig verbesserte Carnival nach eigenen Angaben den Treibstoffverbrauch je verfügbarem Unterbett-Tag um 3,8 Prozent.
Für das Gesamtjahr hebt der Konzern seine Erwartungen an. Das bereinigte Nettoergebnis soll operativ um mehr als 132 Millionen Euro besser ausfallen als noch im Juni prognostiziert. Damit will Carnival einen zusätzlichen Belastungseffekt von ebenfalls rund 132 Millionen Euro durch höhere Treibstoffpreise ausgleichen. Die Nettoerlöse sollen 2026 währungsbereinigt rund 2,3 Prozent über dem Niveau von 2025 liegen.
2027 schon stark vorausgebucht
Die Buchungsentwicklung bleibt nach Unternehmensangaben dynamisch. Für 2027 liegen sowohl die bereits gebuchte Auslastung als auch die Preise auf Rekordniveau. Das Buchungsvolumen habe im dritten Quartal das Vorjahr deutlich übertroffen und sei stärker gewachsen als die Kapazität, erklärt der Konzern. Für 2028 meldet Carnival ebenfalls einen stärkeren Buchungsstart mit höheren Preisen und höherer Auslastung.
Seit Jahresbeginn hat Carnival eigene Aktien für umgerechnet rund 1,06 Milliarden Euro zurückgekauft. Im dritten Quartal löste der Konzern zudem Schuldverschreibungen über umgerechnet rund 440 Millionen Euro mit einem Zinssatz von sieben Prozent vorzeitig ab.
