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Havila warnt vor Aus der norwegischen Küstenroute

Havila Voyages reagiert mit einem Investitionsstopp auf Pläne der norwegischen Regierung, die Laufzeit des nächsten Vertrags für die Postschiffroute Bergen–Kirkenes auf vier bis fünf Jahre zu begrenzen. Die Reederei warnt vor weitreichenden Folgen für die Küstengemeinden.

Erst Ende Oktober hatte Havila mit starken Geschäftszahlen und Plänen zur Flottenverdopplung auf sich aufmerksam gemacht. Nun droht ein politischer Kurswechsel in Oslo, diese Strategie auszubremsen. Im Haushaltsentwurf für 2027 schlägt die Regierung vor, den nächsten Vertrag für die Postschiffroute nach 2030 auf vier bis fünf statt bisher zehn Jahre zu begrenzen.

Als Reaktion auf die politische Entscheidung hat Havila nun sämtliche geplanten Investitionen für die nächste Vertragsperiode ausgesetzt. Darunter auch Umbauten für den Autotransport an allen Häfen. „Ein Schiff wird für Jahrzehnte gebaut. Ein Vertrag über vier bis fünf Jahre bietet keine Grundlage für Investitionen in neue Schiffe", sagt Geschäftsführer Bent Martini in einer Erklärung, die Reise vor9 vorliegt.

Investitionen werden erst einmal auf Eis gelegt

Die Reederei hatte bereits Werften für die geplanten Neubauten geprüft. Ohne langfristige Verträge werde jedoch nicht investiert. Zugleich erwartet Havila, dass ein kurzer Vertrag den Wettbewerb auf die heutigen Betreiber beschränken und die Route für den Staat verteuern würde, da sich Investitionen in kürzerer Zeit amortisieren müssten.

Laut Martini lassen die Vorschläge der Regierung die Tür offen, die Küstenroute nach 2035 einzustellen. Havila-Gründer Per Sævik warnt sogar: „Schiffe, Menschen und Arbeitsplätze entlang der Küste entstehen nicht in vier oder fünf Jahren. Und wenn sie einmal verschwunden sind, bekommt man sie nicht einfach zurück."