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Neue Allianz will Biometrie an Flughäfen erleichtern

ACI Europe, Amadeus, IATA, Idemia Public Security und Sita haben eine Allianz für "biometrisches Reisen" gegründet. Sie fordern von der EU einfachere und technologieneutrale Regeln. Der geplante "Digital Omnibus" dürfe die freiwillige Nutzung biometrischer Daten nicht unnötig erschweren. Datenschutz, Wahlfreiheit und nicht-biometrische Alternativen sollen erhalten bleiben.

Die neue "Responsible Biometrics Travel Industry Coalition" sieht in biometrischen Verfahren vor allem eine Möglichkeit, Passagiere schneller und mit weniger manuellen Dokumentenkontrollen durch Flughäfen zu führen. Das könne den Passagierfluss verbessern und dazu beitragen, bestehende Terminalkapazitäten effizienter zu nutzen. Personal könne sich dadurch stärker um Reisende kümmern, die zusätzliche Unterstützung benötigen.

Gleichzeitig warnt die Allianz davor, dass der geplante "Digital Omnibus" der EU unbeabsichtigt neue Hürden für den freiwilligen Einsatz biometrischer Technologien schaffen könnte. Das Vorhaben soll eigentlich das europäische Regelwerk für digitale Technologien vereinfachen und zugleich hohe Standards bei Datenschutz und Cybersicherheit sichern.

Biometrie soll freiwillig bleiben

Die Unternehmen und Verbände fordern technologieneutrale Regeln, die biometrische Verfahren erlauben, wenn ausreichende Schutzmaßnahmen bestehen. Passagiere müssten gleichzeitig jederzeit eine nicht-biometrische Alternative nutzen können.

Auch bei der Datennutzung soll die Wahl beim Reisenden liegen. Nach Vorstellung der Allianz müssen Passagiere entscheiden können, ob sie biometrische Daten weitergeben und wann diese gelöscht werden. Der Einsatz solle freiwillig, sicher und auf die jeweilige Reise beschränkt sein. Laut einer Umfrage des Luftfahrtverbandes Iata wären 74 Prozent der Befragten bereit, biometrische Daten anstelle eines Reisepasses oder einer Bordkarte zu verwenden.

Branche fordert mehr Rechtssicherheit

Mit einem gemeinsamen Manifest will die Koalition den Dialog mit Politik und Regulierungsbehörden verstärken. Gefordert wird insbesondere mehr rechtliche Klarheit beim Umgang mit biometrischen Daten. Ein verlässlicher Rahmen könne Investitionen fördern und es europäischen Technologieunternehmen ermöglichen, entsprechende Lösungen im Heimatmarkt zu entwickeln und zu skalieren.

Hinter der Initiative stehen ACI Europe, Amadeus, Iata, Idemia Public Security und Sita. Biometrische Technologien sollen aus ihrer Sicht dazu beitragen, mehr Reisende mit der vorhandenen Infrastruktur abzufertigen, ohne den Schutz persönlicher Daten zu schwächen.