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Podcast: Malediven zwischen neuer Steuer und neuen Resorts

Die Malediven sorgen derzeit gleich an mehreren Stellen für Gesprächsstoff. Im Reise vor9 Podcast spricht Stop-Over-Reisen-Gründerin Sabine Beyer (Foto) über die verschobene Margensteuer, die Folgen des Iran-Kriegs für Flugverbindungen und Buchungen, die wachsende Bedeutung des Sommers sowie den anhaltenden Ausbau des Resortangebots.

Kaum ein Thema hat Malediven-Veranstalter zuletzt so kurzfristig beschäftigt wie die geplante neue Steuer auf die Margen ausländischer Reiseanbieter. Ursprünglich sollte sie bereits zum 1. Oktober greifen, inzwischen wurde der Start auf den 1. April 2027 verschoben. Für Stop Over Reisen bedeutete die erste Ankündigung erheblichen Aufwand: Kalkulationen mussten angepasst und technische Systeme umgestellt werden.

Im Reise vor9 Podcast erklärt Gründerin Sabine Beyer, welche Fragen trotz der Verschiebung noch offen sind und warum sie die zusätzliche Zeit für sinnvoll hält. Dabei geht es auch darum, wie die Marge ermittelt und gegenüber den maledivischen Behörden nachgewiesen werden soll. Beyer sieht zudem Spielraum dafür, dass sich bis zum neuen Einführungstermin noch etwas an der Regelung ändern könnte.

Iran-Krieg bremst Buchungen zunächst

Ein weiteres Thema ist die Nachfrage nach Malediven-Reisen in einem von geopolitischen Krisen geprägten Jahr. Der Iran-Krieg sorgte zeitweise für einen deutlichen Einbruch und erschwerte die Anreise über die Golfstaaten. Emirates, Qatar Airways und Etihad flogen zeitweise nicht oder nur eingeschränkt. Im Podcast beschreibt Beyer, wie ihr Unternehmen mit Umbuchungen und verunsicherten Kunden umging und welche Rolle alternative Flugverbindungen spielten.

Auch das Buchungsverhalten hat sich aus ihrer Sicht verändert. Viele Reisende seien inzwischen wieder bereit, über die Golfregion zu fliegen. Gleichzeitig empfiehlt Stop Over für bestimmte Reisen Alternativen, bei denen mögliche Störungen in der Region von vornherein keine Rolle spielen.

Sommer gewinnt an Bedeutung

Beyer spricht außerdem über einen Trend, der dem klassischen Bild der Malediven als Winterziel widerspricht. Sommerreisen spielten für den Spezialisten seit Jahren eine wichtige Rolle, sagt sie. Dahinter stehen vor allem Preisunterschiede, aber auch Erfahrungen mit den Wetterbedingungen in den vergangenen Jahren.

Gleichzeitig wächst das Angebot weiter. Neue Inseln werden erschlossen, internationale Hotelmarken kündigen zusätzliche Resorts an. Beyer beobachtet diese Entwicklung seit 37 Jahren und stellt im Podcast die Frage, wie viel weiteres Wachstum die Destination noch verträgt.

Zum Abschluss erzählt sie, wie aus einer Hochzeitsreise eine jahrzehntelange berufliche Verbindung zu den Malediven wurde – und warum Stop Over Reisen seit einigen Jahren fast ausschließlich auf die Inselwelt setzt.

Christian Schmicke

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