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TUI hofft auf bessere Buchungsdynamik zum Jahresende

TUI erwartet für 2025/26 ein bereinigtes operatives Ergebnis von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro und grenzt damit die bisherige Prognose ein. Rückenwind bringen Hotels und Kreuzfahrten sowie zuletzt bessere Buchungen bei Veranstaltern und Airlines. Für den Winter liegt der gebuchte Umsatz allerdings noch sieben Prozent unter Vorjahr.

Zuletzt hatte TUI ein bereinigtes Ebit zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro prognostiziert, nun bewegt sich der geschätzte Korridor in der Mitte der Werte. Im Geschäftsjahr 2024/25 lag das bereinigte EBIT bei 1,413 Milliarden Euro. Die Umsatzprognose bleibt ausgesetzt.

Die Prognose setze voraus, dass sich die geopolitischen Spannungen nicht wesentlich verschärften und die Treibstoffversorgung gesichert bleibe, teilt der Konzern mit. Für den Winter 2026/27 habe TUI aktuell 63 Prozent des Treibstoffbedarfs abgesichert. Die vollständigen Jahreszahlen will der Konzern am 9. Dezember vorlegen.

Verhaltene Winternachfrage

Im Segment Märkte + Airline, das das Veranstaltergeschäft umfasst, habe sich das Sommergeschäft zuletzt verbessert, heißt es. Der gebuchte Umsatz habe über die gesamte Saison zwar um fünf Prozent unter dem des Vorjahres gelegen. In den vergangenen vier Wochen habe er den Vergleichswert aber um zwei Prozent übertroffen. In Deutschland betrage das Minus aktuell zwei Prozent, in Großbritannien dagegen sieben Prozent. TUI hatte die Risikokapazität für den Sommer um fünf Prozent reduziert und verweist auf einen anhaltenden Trend zu kurzfristigen Buchungen.

Für den Winter 2026/27 bleibt die Stimmung verhaltener. Der gebuchte Umsatz liegt derzeit laut TUI um sieben Prozent unter dem des Vorjahres, in Deutschland bei minus vier und in Großbritannien bei minus neun Prozent. Zu den wichtigsten Winterzielen zählen die Kanaren, das spanische Festland, Ägypten und Kap Verde sowie auf der Fernstrecke Thailand, Mexiko und die Dominikanische Republik.

Hotels und Kreuzfahrten wachsen

Im Segment Urlaubserlebnisse baut TUI die Kapazitäten weiter aus. Bei Hotels steigt die Zahl der verfügbaren Bettennächte im ersten Halbjahr 2026/27 um sieben Prozent. Die Durchschnittsraten liegen um ein Prozent über denen des Vorjahres, die gebuchte Auslastung um zwei Prozentpunkte darunter. Für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres meldet TUI um vier Prozent höhere Durchschnittsraten.

Stärker wächst das Kreuzfahrtangebot. Die Summe der verfügbaren Passagiertage erhöhte sich im ersten Halbjahr um 17 Prozent. Dazu trägt unter anderem die neue Mein Schiff Flow bei. Die gebuchte Auslastung liegt für diesen Zeitraum derzeit um sechs Prozentpunkte unter der des Vorjahres, was TUI vor allem mit dem späteren Verkaufsstart geänderter Routen nach Ausbruch des Iran-Kriegs erklärt. Die Durchschnittsraten steigen um zwei Prozent.

Christian Schmicke