Das Sommerprogramm 2027 ist das erste, das die fünf TUI-Airlines auf einer gemeinsamen kommerziellen Grundlage geplant haben. Dabei sollen die Nachfrage der eigenen Veranstalter, externer Reiseveranstalter und von Nur-Flug-Kunden zusammenfließen. Rund ein Drittel des Streckennetzes sei daraufhin bei Kapazitäten, Frequenzen oder Flugzeugeinsatz neu ausgerichtet worden, teilt der TUI-Konzern mit.
Konzernweit plant TUI 84.000 Flüge und 25 neue Strecken in Deutschland, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden. Elf Ziele sind neu im Netzwerk, insgesamt kommen rund 640.000 Sitze hinzu. Das Veranstaltergeschäft bleibe Kern der Strategie, sagt TUI-Airline-Vertriebschef Peter Glade. Zugleich sollen Flüge stärker an externe Veranstalter und Individualreisende verkauft werden.
Düsseldorf erhält Curaçao-Verbindung
Die neue Langstrecke Düsseldorf – Curaçao wird zweimal wöchentlich mit einer Boeing 787 der niederländischen Tuifly bedient. Eine zweite neue Fernverbindung führt zweimal pro Woche von Amsterdam zum Kilimandscharo und wird mit Sansibar kombiniert.
Auf der Kurz- und Mittelstrecke kommen in Deutschland sechs Verbindungen hinzu: Málaga ab Düsseldorf und Hannover sowie Ljubljana, Neapel und Venedig ab Düsseldorf und Olbia ab Hannover. Venedig und Ljubljana sind neu im TUI-Airline-Netz.
Mehr Kapazität ist zudem unter anderem nach Agadir, Boa Vista, Sal, Djerba, Funchal, Kos, Patras, Larnaca und Teneriffa Süd vorgesehen.
Gatwick wächst am stärksten
Die größte Erweiterung erhält indes London-Gatwick mit acht zusätzlichen Strecken und künftig 59 Zielen. Amsterdam soll 2027 außerdem erste Basis der Boeing 737-10 werden, sofern der Flugzeugtyp bis dahin zugelassen ist. Sieben Maschinen sollen dort sechs Boeing 737-8 ersetzen.
Christian Schmicke
