Bei TUI Belgien nennen die Nachrichten unter anderem Namen, Hotels, Reisedaten und teils sogar den exakten Buchungsbetrag. Die Täter fordern über Links dazu auf, Buchungs- oder Zahlungsdaten zu bestätigen. TUI hat ein Datenleck bestätigt und ein internationales Untersuchungsteam eingeschaltet.
Noch ist unklar, wie viele Kunden betroffen sind, welche Daten genau abgeflossen sind und wie es zu dem Vorfall kam. Auch steht nicht fest, ob sämtliche in den Phishing-Nachrichten verwendeten Informationen tatsächlich aus dem bestätigten Datenleck stammen.
Auch NCL-Gäste erhalten täuschend echte Mails
Ein ähnliches Muster zeigt sich bei Norwegian Cruise Line. Dort nennen betrügerische E-Mails den Namen des Gastes, das Schiff, das Abreisedatum und die Buchungsnummer, in einzelnen Fällen auch den bezahlten Betrag. Die Empfänger sollen über einen Link etwa ihre Zahlungskarte bestätigen oder den Check-in abschließen.
NCL untersucht den Vorfall nach eigenen Angaben aktiv. Woher die Täter die Buchungsdaten haben, ist bisher nicht geklärt; zu einem möglichen Datenleck äußerte sich die Reederei nicht.
Unternehmen warnen vor Links und Zahlungen
Beide Unternehmen raten dazu, verdächtige Links nicht anzuklicken und keine Zahlungs- oder Kartendaten einzugeben. TUI empfiehlt, bei Zweifeln nur über die offizielle Website oder die Kontaktdaten der Buchungsbestätigung Kontakt aufzunehmen.
NCL hat zusätzlich Reisebüros informiert und will Gäste mit Abreise in den kommenden 30 Tagen warnen. Ob auch deutsche NCL-Gäste oder Buchungen über deutsche Reisebüros betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.
Christian Schmicke
