Man muss in der Historie bis in die Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 zurückgehen, um einen ähnlich hohen Wert für die Sparstimmung zu messen, berichtet NIM. Die hohen Energiepreise schüren die Verunsicherung unter den Verbrauchern und sorgen dafür, dass sie es in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen.
Wohlhabende sparen überdurchschnittlich
Analysen der Nürnberger Marktforscher deuten darauf hin, dass insbesondere in Haushalten mit guter finanzieller Ausstattung die Sparneigung stärker zugenommen hat. Hier besteht offenbar das Bedürfnis, die Kaufkraftverluste, die durch die erhöhte Inflation beim Ersparten aufgetreten sind, durch zusätzliches Sparen zu kompensieren.
Die Verbraucher erwarten eine Verbesserung der Konjunktur
Während die Einkommensaussichten gegenwärtig deutlich skeptischer beurteilt werden, legen die Konjunkturerwartungen der Verbraucher weiter etwas zu, wenn auch die Dynamik aktuell nachgelassen hat. Laut der NIM-Analyse ist es der fünfte Anstieg in Folge.
Die deutsche Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2026 besser entwickelt als zunächst erwartet. Entsprechend haben die Forschungsinstitute ihre Wachstumsprognosen für dieses und das kommende Jahr nach oben korrigiert. So werden momentan für 2026 und 2027 Zuwachsraten des Bruttoinlandsproduktes von gut einem Prozent vorhergesagt.
