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5. August 2026 | 14:19 Uhr
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Touren und Aktivitäten wachsen stärker als der Reisemarkt

Das weltweite Geschäft mit Touren, Aktivitäten und Attraktionen wächst nach dem Ende der pandemiebedingten Aufholphase weiter. Marktforscher erwarten, dass das Marktvolumen von 253 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 342 Milliarden Dollar 2029 steigt. Die Branche bleibt jedoch kleinteilig und vergleichsweise wenig digitalisiert. Zudem achten Reisende stärker auf ihre Ausgaben.

Portugal Madeira Aktivitäten Kanutour Visit Madeira/Clube Naval do Seixal

Der Markt der Touren und Aktivitäten, hier eine Kanutour auf Madeira, wächst weiter kräftig

Im Jahr 2024 erreichte der weltweite Markt für touristische Erlebnisse mit Buchungen im Wert von 253 Milliarden Dollar wieder das Niveau vor der Pandemie. Für 2025 rechnen die US-Marktforschungsunternehmen Arival und Phocuswright mit 271 Milliarden, für 2026 mit 288 Milliarden Dollar. Bis 2029 soll der Umsatz auf 342 Milliarden Dollar steigen.

Die zuletzt kräftige Erholung flacht dabei ab. 2024 wuchs das Erlebnisgeschäft um 17 Prozent, während der gesamte Reisemarkt lediglich um sechs Prozent zulegte. Für 2025 erwarten die Marktforscher noch sieben Prozent Wachstum. Danach könnte sich die jährliche Steigerung bei rund sechs Prozent einpendeln, so die Marktforscher.

Kleinteilige Anbieterstruktur

Der Markt umfasst Hunderttausende überwiegend kleine, privat geführte Unternehmen. Mehr als 70 Prozent der Anbieter sind Klein- oder Kleinstbetriebe. Da in vielen Bereichen keine vollständigen Register existieren, stützt sich die Marktberechnung unter anderem auf Plattformangebote und Daten von Verbänden.

Diese Struktur erschwert nach Einschätzung der Autoren der Untersuchung die Digitalisierung. Während Flüge, Hotels und andere Reiseleistungen inzwischen überwiegend online vertrieben würden, seien 2025 erst 33 Prozent der Touren, Aktivitäten und Attraktionen digital gebucht worden. Im gesamten Reisemarkt lag der Anteil bei 64 Prozent. Für 2026 wird im Erlebnisgeschäft ein Anstieg auf 36 Prozent erwartet.

Viele Erlebnisse, aber kaum höhere Ausgaben

Reisende buchen nach Erkenntnissen der Erhebung  während eines Urlaubs häufig mehrere Erlebnisse. US-Amerikaner nahmen im Durchschnitt an mehr Touren, Aktivitäten und Attraktionen teil als Europäer, obwohl ihre Reisen mit durchschnittlich 7,1 Nächten kürzer waren. Bei europäischen Gästen lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 8,3 Nächten.

Bei Europäern standen Kulturstätten und Sehenswürdigkeiten mit 47 Prozent an erster Stelle. Es folgten Besichtigungstouren mit 43 und Museen mit 38 Prozent. Wellnessangebote waren in Europa verbreiteter als in den USA. Amerikanische Reisende zeigten dagegen ein besonders großes Interesse an kulinarischen Touren und Kursen.

Christian Schmicke

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