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7. August 2026 | 14:50 Uhr
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Umfrage zeigt Defizite bei Sicherheit auf Geschäftsreisen

Etwa jeder dritte Geschäftsreisende informiert sich vor Auslandsreisen nicht aktiv über Risiken und Notfallmaßnahmen. Das zeigt eine Umfrage der Ergo Reiseversicherung unter rund 300 Beschäftigten. Zwar böten viele Arbeitgeber Unterstützung, doch Zuständigkeiten und Notfallkontakte seien nicht überall klar geregelt.

Geschäftsreisende

Die Zuständigkeit für die Sicherheit bei Geschäftsreisen sei oft unklar, sagt eine Umfrage im Auftrag der Ergo Reiseversicherung

Nur 26 Prozent der Befragten hätten sich vor ihrer letzten Geschäftsreise ausführlich über mögliche Risiken und Notfallmaßnahmen informiert, heißt es. Weitere 37 Prozent täten dies zumindest teilweise. Ebenso viele beschäftigten sich vorab gar nicht aktiv mit dem Thema.

Auch die Unterstützung durch den Arbeitgeber wird unterschiedlich wahrgenommen. 56 Prozent berichten von klaren Prozessen und konkreter Hilfe bei Notfällen und fühlen sich gut abgesichert. Weitere 19 Prozent kennen zwar entsprechende Strukturen, empfinden diese aber nicht als ausreichend. Sieben Prozent sehen weder klare Prozesse noch konkrete Unterstützung.

Zuständigkeiten bleiben oft unklar

44 Prozent der Geschäftsreisenden können im Unternehmen eine feste Person oder Abteilung nennen, die für Reisesicherheit zuständig ist. Bei 30 Prozent wird das Thema allgemein im Team oder durch den Arbeitgeber geregelt. Zwölf Prozent sehen hauptsächlich sich selbst in der Verantwortung, elf Prozent sagen, niemand sei konkret zuständig.

Beim praktischen Notfallwissen zeigen sich laut der Erhebung ebenfalls Lücken. 76 Prozent wissen nach eigener Einschätzung, wo sie Informationen zur Reisesicherheit finden. 23 Prozent sind dabei unsicher. Rund 20 Prozent wissen nicht sicher, wen sie im Fall von Krankheit oder eines Unfalls im Ausland zuerst kontaktieren müssten.

Arbeitgeber gehören zu den wichtigsten Informationsquellen

Offizielle Stellen wie das Auswärtige Amt genießen mit 53 Prozent das größte Vertrauen bei Sicherheitsinformationen. Direkt dahinter folgt der Arbeitgeber mit 48 Prozent. Kolleginnen und Kollegen beziehungsweise persönliche Empfehlungen nennen 39 Prozent, Internetrecherchen 32 Prozent und digitale Sicherheitstools des Unternehmens 28 Prozent.

Für die Untersuchung befragte YouGov im Auftrag der Ergo Reiseversicherung vom 10. bis zum 15. Juni rund 300 Erwerbstätige in Deutschland. Sie arbeiteten in Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten und reisten mindestens einmal jährlich geschäftlich ins Ausland.

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