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8. Februar 2021 | 19:31 Uhr
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Von Kögel, Altmaier und einem "Schuss ins Knie"

L’Tur-Gründer und HLX-Chef Karlheinz Kögel (Foto) ist laut Pressemitteilug "stinksauer" über Peter Altmaiers Äußerung zum Thema Urlaubsbuchungen. Der Wirtschaftsminister hatte in einem Video-Format von "Bild“ empfohlen: "Warten Sie noch mit der Buchung von Sommerurlaub". 

Koegel Karlheinz

Karlheinz Kögel

Dass die Nerven angesichts des anhaltenden Lockdowns bei vielen Unternehmern ziemlich blank liegen, ist naheliegend. Auch dem Last-Minute-Pionier Karlheinz Kögel geht es offenbar nicht anders. Der Inhaber der HLX-Gruppe, die mehrere Airline-Reiseportale betreibt, regte sich über eine Aussage von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf, die dieser am Ende eines Video-Formats von "Bild" traf, nachdem er sich zuvor den Attacken diverser Unternehmer, von der Friseurin bis zum Cartbahn-Besitzer gestellt hatte. Auf die Frage, wie er es denn als TUI-Gesellschafter mit dem Sommerurlaub halte, antwortete der Minister: Ich würde jedem empfehlen, einige Wochen die Situation zu beobachten, um keine Entscheidung zu treffen, die man nachher revidieren muss."

Dass Kögel von dieser Aussage nicht begeistert sein konnte, liegt auf der Hand. Doch damit nicht genug – der medienerfahrene Unternehmer schritt zum Gegenangriff: "Die Aussage von Peter Altmaier ist ein Schuss ins Knie. Ich finde es unverantwortlich, den Menschen durch eine derart unqualifizierte Äußerung den Traum vom Sommerurlaub zu nehmen", empörte sich der HLX-Boss.

In der Tat muss Altmaier übersehen haben, dass eine ganze Reihe von Reiseveranstaltern angesichts der anhaltenden Unsicherheit über die Urlaubsperspektiven die Storno- und Umbuchungskonditionen deutlich gelockert hat. Daher läuft seine Warnung diesbezüglich ins Leere. Zur Wahrheit gehört freilich, auch, dass der Wirtschaftsminister direkt im Anschluss ausdrücklich betonte, dass er seinen Rat nicht als Bundeswirtschaftsminister erteile – der Wirtschaftsminister gebe keine Empfehlungen an die Menschen, was sie tun oder lassen sollten, unterstrich er.

Christian Schmicke

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