Ägypten schränkt Öffnungszeiten für Gastro und Shops ein
Ägypten reagiert auf eine angespannte Energieversorgung mit Einschränkungen im Alltag. Ab dem 28. März müssen Restaurants, Cafés, Geschäfte und Einkaufszentren für einen Monat bereits um 21 Uhr schließen. Hintergrund sind Engpässe bei der Gasversorgung infolge regionaler Konflikte.
iStock/alexmak72427
Außer donnerstags und freitags ist in Ägypten, hier Hurghada, für einen Monat in Shops, Restaurants und Cafés um 21 Uhr Schluss
Die ägyptische Regierung habe befristete Einschränkungen für den Betrieb von Restaurants, Cafés, Bars und Einzelhandel beschlossen, berichten mehrere Medien, darunter das Portal Egypt Independent. Ab dem 28. März müssen diese Einrichtungen landesweit um 21 Uhr schließen. Die Regelung gilt zunächst für einen Monat.
Ausnahmen gelten für Donnerstage und Freitage. Dann dürfen die Betriebe bis 22 Uhr geöffnet bleiben. Nach Ablauf der Frist wolle die Regierung die Situation neu bewerten, heißt es.
Maßnahmen zur Energieeinsparung
Die verkürzten Öffnungszeiten sind Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets zur Senkung des Energieverbrauchs. Ministerpräsident Mostafa Madbouly kündigte zudem an, die Beleuchtung von Werbetafeln im öffentlichen Raum abzuschalten.
Auch die allgemeine Straßenbeleuchtung soll weiter reduziert werden. Zudem will die Regierung Projekte mit hohem Dieselverbrauch verschieben.
Versorgungsengpässe durch regionale Konflikte
Hintergrund der Maßnahmen ist eine angespannte Energieversorgung. Ägypten ist stark von Erdgas abhängig, um Strom zu erzeugen. Durch den regionalen Konflikt und unterbrochene Gasimporte aus benachbarten Fördergebieten ist die Versorgung eingeschränkt.
Die Regierung will mit den Einsparungen verhindern, dass es zu großflächigen Stromausfällen kommt. Deshalb konzentrieren sich die Maßnahmen auf Bereiche, die als nicht zwingend notwendig gelten.
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