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14. September 2020 | 07:00 Uhr
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Amerikanerin steckt in Garmisch über 30 Menschen an

Garmisch-Partenkirchen ist übers Wochenende zum Corona-Hotspot geworden: Eine Hotelmitarbeiterin zog nach ihrem Urlaub trotz Quarantäne-Anordnung des Gesundheitsamts am Samstag durch die Kneipen und steckte mindestens 33 andere Menschen an.

Edelweiss Lodge Garmisch-Partenkirchen Lobby Foto Edelweiss Lodge.jpg

Rezeption der Edelweiss Lodge in Garmisch-Partenkirchen: Das Hotel ist jetzt zwei Wochen geschlossen

Die Superspreaderin ist US-Amerikanerin, die nach ihrem Griechenland-Urlaub Symptome zeigte und sich testen ließ. Das Gesundheitsamt ordnete bis zur Vorlage eines negativen Testergebnisses eine Quarantäne an, berichtet der Bayerische Rundfunk. Doch die 26-Jährige hielt sich nicht daran, sondern stürzte sich ins Nachleben von Garmisch-Partenkirchen. In den Kneipen und im Hotel steckte sie offenbar viele andere Partygänger, Hotelgäste und Kollegen an.

Die junge Frau arbeitet in der Edelweiss-Lodge, einem Hotel der US-Streitkräfte. Allein in der Unterkunft seien mittlerweile 24 Menschen positiv auf Corona getestet worden. Insgesamt sollen mindestens 33 Neuinfektionen auf das Konto der Amerikanerin gehen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann forderte empfindliche Strafe. "Gegen so eine Rücksichtslosigkeit sollte ein klares Signal und ein mahnendes Beispiel gesetzt werden", sagte er dem "Münchner Merkur".

Das Hotel bleibt nun erst einmal für zwei Wochen geschlossen, heißt es auf der Website der Edelweiss Lodge.

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