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1. September 2020 | 15:25 Uhr
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Berlin öffnet die Bühnen wieder für Publikum

Die Opern, Theater und Orchester der Stadt präsentieren nach längerer Pause wieder ihre Bühnen-Programme. Für ausreichende Abstände und Infektionsschutz sollen geringere Zuschauerzahlen, regulierte Einlasswege, Mund-Nasen-Schutz bis zum Sitzplatz, Kontaktdatenangabe, Verzicht auf Pausen und Garderobenabgabe sowie reduzierte Gastronomie sorgen.

Berlin Konzerthaus Gendarmenmarkt

Berlins Konzerthäuser, wie hier am Gendarmenmarkt, sind wieder geöffnet

Der Saal des Berliner Ensembles, zum Beispiel, ist nun statt mit 700 roten Samt-Sitzen nur noch mit etwa 200 Sitzen bestuhlt – mal einzeln, meist in Zweiergruppen. Laut der Nachrichtenagentur „DPA“ planen etwa die Kleinkunstzelte Tipi am Kanzleramt und Bar jeder Vernunft Auftritte von Désirée Nick, Maren Kroymann und Lisa Eckhart. Im Spiegelzelt Bar jeder Vernunft sollen nur 116 statt 234, im Tipi 180 statt 500 Besuchern Einlass finden.

Immerhin: Die meisten Einheimischen und Touristen werden froh sein, dass überhaupt wieder etwas geht. Für die neue Saison hätten die Häuser ihre Inszenierungen an die aktuelle Situation angepasst und veröffentlichten ihre Spielpläne und geplanten Veranstaltungen Schritt für Schritt, sodass sich ein regelmäßiger Blick auf Webseiten und Veranstaltungskalender lohne, meldet die Tourismuszentrale Visit Berlin.

Highlights: Musikfest Berlin und Biennale der Berliner Philharmoniker

Den Auftakt in die Berliner Konzertsaison bildet auch in diesem Jahr das Musikfest Berlin, das noch bis 23. September unter dem Motto „Ludwig van Beethoven und die Werke unserer Zeit“ klassische Stücke des Ausnahmekünstlers sowie deren Neuinterpretationen durch junge Komponisten vereint. In diesem Jahr werden Mitschnitte ausgewählter Konzerte auch online gezeigt.

Kirill Petrenko beginnt seine zweite Saison mit den Berliner Philharmonikern mit klassisch romantischen Werken von Brahms, Strauss, Mendelssohn-Bartholdy und Mozart. 2021 widmet sich das Orchester vom 10. bis 28. Februar im Rahmen einer Biennale dem Komponisten Kurt Weil, der während der Goldenen Zwanziger mit seinen Werken den Klang der Metropole Berlin geprägt hat.

Die Deutsche Oper präsentiert im Rahmen einer Verdi-Gala Mitte im September Auszüge aus Nabucco und Macbeth. Weitere konzertante Highlights der italienischen Oper wie Aida und La Gioconda sind für September geplant. Auch die Staatsoper Berlin hat den Vorverkauf für die neue Saison geöffnet: Auf dem Spielplan stehen für die kommenden Wochen unter anderem Macbeth und Tannhäuser. Die Komische Oper hat ihr Programm angepasst und zeigt mit „Lab_works Covid 19“ zunächst Choreographien aus der Isolation. Ab Oktober versetzt „Die (verzauberte) Zauberflöte“ von Mozart in einer modernen Version mit einer Mischung aus Live Performance und Filmanimation das Publikum ins Staunen.

Jubiläen: 200 Jahre Konzerthaus und 450 Jahre Berliner Staatskapelle

Gleich zwei Klassik-Institutionen Berlins feiern in dieser Saison ihr Jubiläum. Am 11. September findet das Festkonzert »450 Jahre Staatskapelle Berlin« unter Leitung von Daniel Barenboim statt. Aufgeführt werden Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Richard Strauss, Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven.

Zur Erinnerung an die erste Aufführung im Konzerthaus vor 200 Jahren – Webers „Freischütz“ – stehen Werke von Carl Maria von Weber, Robert Schumann und Igor Strawinsky im Mittelpunkt der Saison. Am 26. Mai 2021, dem Jubiläum der ersten Aufführung 1821, lädt das Haus zu einem Festakt.

Theaterbühnen: neue Berlin-Trilogie und Kult-Kabarett  

Das Deutsche Theater beginnt die Saison ab 29. August mit „Melissa kriegt alles“ von René Pollesch. Theater beruht auf Nähe und Körperkontakt? Mit seinem Theaterstück will der Regisseur das Publikum eines Besseren belehren.

„Berlin Oranienplatz“ – das Maxim-Gorki-Theater startet die Saison am 28. August mit dem ersten Teil seiner neuen Stadt-Trilogie. Der 38-jährige Can wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Doch statt seine Haftstrafe anzutreten, will er nach Istanbul fliehen. Berlin Oranienplatz erzählt den letzten Tag des jungen Mannes in Berlin in Rückblenden.

Lachen ist gesund: ab 28. August kommentieren die „Stachelschweine“ des gleichnamigen Kult-Kabaretts im Europa Center in der City West auf gewohnt bissig-satirische Art die Irrungen und Wirrungen des (Corona)-Alltags.

Aktuelle Infos zu den Veranstaltungen finden interessierte bei Visit Berlin.

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