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26. März 2020 | 13:44 Uhr
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Deutscher in Südafrika wegen Quarantäne-Verstoß verhaftet

Die südafrikanische Regierung geht rigoros gegen die Ausbreitung des Coronavirus vor. Einem positiv getesteten Urlauber, der sich nicht an die Auflagen hielt, droht nun eine Anklage wegen versuchten Mordes. Außerdem werden die Flughäfen geschlossen und eine dreiwöchige Ausgangssperre verhängt. Das dürfte weitere Deutsche treffen.

Die Polizei hat einen deutschen Touristen verhaftet, der trotz positiven Corona-Tests seine Unterkunft nahe des Kruger-Nationalparks verließ, um seinen Urlaub fortzusetzen. "Diese Person wird wegen versuchten Mordes angeklagt werden", erklärte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann befinde sich nun in Quarantäne.

Die südafrikanische Regierung hat indes beschlossen, alle kommerziellen Flughäfen des Landes zunächst bis zum 16. April zu schließen. Die deutsche Botschaft in Pretoria rät Reisenden, die sich noch im Land aufhalten, zunächst in ihren derzeit genutzten Unterkünften zu bleiben. Über mögliche Rückführungsmaßnahmen würden Gespräche mit der südafrikanischen Regierung geführt.

Der südafrikanische Präsident hatte am Montag eine dreiwöchige Ausgangssperre angekündigt, die am Donnerstag in Kraft trat. Während der Ausgangssperre darf die Unterkunft nur zu dringend erforderlichen Anlässen verlassen werden. Daneben gilt seit dem 24. März für Reisende, die aus Risikoländern eingereist sind und sich noch nicht mindestens 14 Tage im Lande befinden, eine sofortige Quarantäne bis zum Ablauf der 14-Tage-Frist. Auswärtiges Amt

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