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1. Oktober 2020 | 07:00 Uhr
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Die pauschale weltweite Reisewarnung ist ab heute vorbei

Ab Donnerstag wird die Reisewelt wieder ein bisschen größer. Über Nacht fällt die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für gut 30 außereuropäische Länder. Denn am 1. Oktober ist die pauschale Reisewarnung für den Rest der Welt außerhalb Europas Geschichte. Künftig wird nur vor Corona-Risikogebieten und aus Sicherheitsgründen gewarnt.

Flughafen Travel Restrictions Corona Foto iStock rarrarorro.jpg

Maßstab für eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist ab sofort die Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit den internationalen Risikogebieten. Die Reiseindustrie hatte die pauschale Reisewarnung für alle Länder außerhalb Europas immer wieder heftig kritisiert und eine differenzierte Betrachtung gefordert. Die gibt es nun ab 1. Oktober, doch ihre Wirkung bleibt begrenzt. Denn in weiten Teilen des Erdballs wütet Corona und die meisten Länder bleiben für das RKI Risikogebiet und damit auch weiter mit einer Reisewarnung belegt.

Reisewarnung fällt für 30 Länder

Die Aufzählung der aktuellen Ausgabe der „Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete“ stammt vom 25. September und ist lang. In mehr als 140 Ländern der Erde ist die Zahl der Corona-Infektionen zu hoch für das RKI. Die bisherige Liste der Reiseziele außerhalb Europas, die von der pauschalen Reisewarnung des Auswärtigen Amts betroffen sind, ist allerdings noch länger. Für rund 30 Länder ist der Bann über Nacht weggefallen. Um Mitternacht wurden die Reisewarnungen in den Hinweisen des Auswärtigen Amts entfernt.

Thailand und Singapur für das RKI unkritisch

Über Nacht sind auch die Reisewarnungen für zahlreiche beliebte Reiseländer weggefallen. Auf der anderen Seite der Welt betrifft dies etwa Australien, Neuseeland, Französisch-Polynesien, Cook Island, Fidschi und Neukaledonien. In Asien sind für das RKI China, Japan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Singapur, Sri Lanka, Südkorea, Thailand und Vietnam unkritisch.

In Afrika sind nur Botswana, Jordanien, Ruanda, Uganda und Tunesien keine Risikogebiete. Der große Rest des Kontinents ist allerdings weiter Corona-Warngebiet. Mauritius und die Seychellen sind ebenfalls unkritisch. In der Neuen Welt liftet sich die Reisewarnung für Kanada und eine Reihe karibischer Staaten. So fallen Antigua und Barbuda, Barbados, Curacao, Dominica, Grenada, Kuba, St. Kitts und die Grenadinen sowie St. Lucia von der Risikoliste.

Viele Zielgebiete lassen keine Touristen rein

Grünes Licht vom RKI heißt aber noch lange kein „Go“ für Airlines, Reiseveranstalter und Urlauber. Denn die Destinationen haben auch ihre eigenen teils strengen Regeln. Viele Länder igeln sich aus Furcht vor Corona ein und lassen weiter keine Touristen ins Land. Dazu zählen etwa Australien, Kanada und Neuseeland. In diesen Fällen gibt es dann zwar keine Reisewarnung mehr vom Auswärtigen Amt, es wird aber wegen der Restriktionen oder drohender Quarantäne von touristischen Reisen abgeraten.

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