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23. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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Dominikanische Republik verstärkt Gesundheitsvorkehrungen

Nachdem Meldungen über vermeintlich ungewöhnliche Todesfälle von US-Bürgern weltweit für Aufmerksamkeit sorgten, hat der Sprecher des Tourismusministeriums, Pablo Espinal, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Unter anderem sollen Hotels häufiger inspiziert werden und in jedem Zimmer muss eine Liste mit Notrufnummern ausliegen.

Statt wie bisher zweimal jährlich, erhalten die Hoteliers in der Dominikanischen Republik künftig alle drei Monate Besuch von den Inspektoren. Das kündigte der Sprecher des Tourismusministeriums, Pablo Espinal, in einem Interview mit dem US-Nachrichtesender CNN an. Die Hoteliers werden zudem verpflichtet, den Inspektoren Protokolle über den Umgang mit Lebensmitteln sowie umfassende Informationen zu den Lieferanten zur Verfügung zu stellen. Auch medizinischen Bereiche in Hotels werden strenger kontrolliert. Swimming-Pools sollen ebenfalls regelmäßig überprüft werden. Zudem ist die Anwesenheit zertifizierten Rettungsschwimmer verpflichtend.

In allen Gästezimmern muss eine Liste mit den wichtigsten Notfallnummern bereitliegen. Darin muss etwa die Telefonnummer der Botschaften, der Fremdenverkehrspolizei sowie des Rettungsdienstes aufgeführt sein. In Bávaro in Punta Cana wird zudem eine Notrufzentrale eingerichtet. Sie wird mit mehrsprachigen Spezialisten besetzt, die Urlauber in Notfällen betreuen und an die richtigen Ansprechpartner weiterleiten.

"Wir tun alles dafür, um das sicherste Reiseziel der Region zu bleiben", erklärte der Sprecher gegnüber dem US-Nachrichtensender. Insgesamt 13 Todesfälle von US-Bürgern hatten in den vergangenen Wochen Schlagzeilen gemacht und sogar das FBI auf den Plan gerufen. In keinem der Fälle wurde ein Verschulden der Hotels oder andere externe Faktoren als Todesursache ermittelt, doch die Buchungszahlen aus den Vereinigten Staaten gingen zeitweise dramatisch zurück. Eine Statistik des US State Departments zeigt, dass im Zeitraum von 2010 bis 2018 auf 100.000 US-Touristen 1,1 Todesfälle kamen und damit deutlich weniger als etwa in Mexiko oder Jamaika. Die Dominikanische Republik empfängt jährlich etwa 2,7 Millionen Besucher aus den Vereinigten Staaten. Zum Vergleich: Aus Deutschland kamen im vergangenen Jahr gut 216.000 Touristen.

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