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11. Februar 2020 | 15:31 Uhr
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Festnahme britischer Touristin sorgt auf Malediven für Eklat

Die Frau wurde von Polizisten auf einer Straße der Insel Maafushi festgenommen, weil sie nur einen Bikini trug. Nachdem ein Video ihrer Festnahme durch mehrere Polizisten Kritik in den sozialen Medien ausgelöst hatte, entschuldigte sich ein Sprecher des Parlaments bei ihr. Im Land sorgte allerdings auch das Auftreten der Dame für Empörung.

Lange Zeit war der Tourismus in dem Inselreich mit überwiegend muslimischer Bevölkerung ausschließlich abgeschotteten Resortinseln vorbehalten, auf denen die Einheimischen lediglich als Hotelpersonal in Erscheinung traten. Seit einigen Jahren ist es jedoch aus Ausländern erlaubt, die von den einheimischen Divehi bewohnten Inseln zu besuchen. Das ist grundsätzlich sicher nicht falsch, führt aber, wie in vielen Destinationen mit großen kulturellen Unterschieden zwischen Badeurlaubern und Bereisten, bisweilen zu Spannungen.

So war es offenbar auch in diesem Fall, über den der "Guardian“ berichtete.  Die örtliche Polizei erklärte, die Frau, die auf einer Hauptstraße auf der Insel Maafushi unterwegs gewesen sei, sei "unangemessen“ angezogen und angeblich widerspenstig und betrunken gewesen. Sie sei festgenommen worden, nachdem sie sich geweigert habe, sich zu bekleiden.

Auf den Malediven können Touristen in den Ferienanlagen Badebekleidung tragen, andernorts unterliegen sie aber den örtlichen Kleidungsvorschriften. Das war der Dame, bei der es sich dem Vernehmen nach um das Reality-TV-Sternchen Cecilia Jastrzembska handelte, wohl nicht klar. Ein Video, das in sozialen Medien kursiert, zeigt drei Männer, die versuchen, die Britin festzunehmen. Eine weitere Person will offenbar den Körper der Frau mit einem Handtuch bedecken. Diese ruft unterdessen laut: "Sie belästigen mich!"

Der Parlamentssprecher des Landes teilte dem Parlament mittlerweile offenbar mit, dass er sich bei der Frau für den Vorfall entschuldigt habe. Die Urlauberin sei zwei Stunden lang von der Polizei festgehalten und dann wieder freigelassen. Sie habe die Insel, auf der laut "Guardian“ 340.000 sunnitische Muslime leben, inzwischen verlassen.

Der maledivische Polizeikommissar wird nach der Verbreitung des Videos mit den Worten zitiert , der Vorfall sei "anscheinend schlecht gehandhabt" worden. Die Angelegenheit werde untersucht. In einer Polizeiansage am Freitag wurden die Touristen aufgefordert, "kulturelle Sensibilität und örtliche Vorschriften" zu beachten. Laut Medienberichten löste der Vorfall bei einigen Maledivern Empörung aus. In sozialen Medien sei das Verhalten der Touristin kritisiert worden.

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