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31. März 2020 | 15:50 Uhr
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Florida will „Zaandam“-Passagiere nicht an Land lassen

Dem Kreuzfahrtschiff der Holland America Line droht eine Fortsetzung seiner Irrfahrt. Sie steuert mit rund 200 Erkrankten auf Fort Lauderdale zu. Doch sowohl der Bürgermeister als auch der Gouverneur von Florida lehnen einen Anlauf strikt ab. Vier Menschen an Bord sind schon gestorben, der Chef der Reederei befürchtet weitere Opfer.

Holland America Line Kreuzfahrtschiff Zaandam 2 Foto Holland America Line

Die "Zaandam" hat 200 Kranke an Bord und will nach Florida, doch dort ist das Schiff unerwünscht

Die „Zaandam“ ist zusammen mit ihrem Schwesterschiff „Rotterdam“, die ihr zur Hilfe eilte, durch den Panamakanal gefahren und nimmt nun Kurs auf die USA. An Bord der „Zaandam“ sind noch 446 Gäste und 602 Besatzungsmitglieder. 73 Kreuzfahrer und 116 Crewmitglieder zeigten Grippesymptome, so die Reederei am Sonntag. Acht Personen seien mittlerweile positiv auf Corona getestet. An Bord der „Zaandam“ sollen sich auch 80 Deutsche befinden, berichtet die FAZ.

Der Gouverneur von Florida, Ron Desantis, will die „Zaandam“ aber nicht anlegen lassen. „Wir sehen das als sehr großes Problem an und wollen nicht, dass derzeit Leute in Süd-Florida abgeladen werden“, zitiert ihn der US-Fernsehsender Fox. Florida habe große Anstrengungen unternommen, um Bettenkapazitäten für die eigenen Bürger zu schaffen. Diese Kapazität könne er nicht anderen zur Verfügung stellen.

Der Präsident von Holland America Line, Orlando Ashford, warnt vor weiteren Opfern, falls die beiden Schiffe nicht bald einen Hafen anlaufen könnten. „Ich befürchte, dass weitere Menschenleben auf dem Spiel stehen“, zitiert ihn die FAZ. Jetzt hat sich US-Präsident Donald Trump eingeschaltet.

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