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29. Januar 2026 | 14:36 Uhr
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Folgen des Zugunglücks hemmen Reiseverkehr nach Südspanien

Das schwere Zugunglück bei Adamuz und die anschließende Sperrung des Korridors Madrid – Andalusien haben für den Tourismus in Südspanien und für die Bahnunternehmen erhebliche wirtschaftliche Folgen. Während der 20-tägigen Unterbrechung summieren sich die Einnahmeausfälle von Renfe, Iryo und Ouigo auf mehr als 22,5 Millionen Euro.

Spanien Renfe Bahn Foto iStock Vitaly Edush

Die Sperrung der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Andalusien sorgt für Störungen bei Reiseströmen und Tourismus

Die Unterbrechung des Bahnverkehrs zwischen Madrid und Andalusien nach dem Unfall bei Adamuz entwickele sich für die Betreiber zu einem kostspieligen Einschnitt, berichten die spanischen  Fachmedien Preferente und Hosteltur. Für den Zeitraum vom 19. Januar bis zur geplanten Wiederaufnahme am 7. Februar werden die Einnahmeverluste demnach auf rund 22,5 Millionen Euro geschätzt.

Den größten wirtschaftlichen Schaden trägt Renfe. Der Staatskonzern verliert nach Berechnungen auf Basis der üblichen Nachfrage und Durchschnittserlöse rund 15,1 Millionen Euro. Iryo kommt laut Berechnungen auf etwa 5,1 Millionen Euro, Ouigo auf rund 2,3 Millionen. Hintergrund ist die unterschiedliche Marktverteilung auf dem Korridor, den Renfe mit AVE- und Avlo-Zügen dominiert.

Hunderttausende Fahrgäste betroffen

Grundlage der Berechnungen sind Daten der Wettbewerbsbehörde CNMC. Demnach liegen die durchschnittlichen Ticketpreise bei knapp 33 Euro für Madrid – Sevilla und rund 34 Euro für Madrid – Málaga. Insgesamt könnten während der Sperrung mehr als 670.000 Fahrgäste nicht befördert werden, heißt es. Der Ausfall verteile sich nahezu gleichmäßig auf die beiden wichtigsten Strecken nach Sevilla und Málaga.

Die Sperrung fiel in eine Phase hoher Nachfrage. Messen wie Fitur und Madrid Fusión sorgen traditionell für zusätzliche Mobilität auf der Achse zwischen der Hauptstadt und Andalusien. Zwar gilt das erste Quartal als schwächste Reisezeit, doch der Bahnverkehr hatte 2025 zweistellig zugelegt.

Die bislang genannten Zahlen erfassen nur den kommerziellen Hochgeschwindigkeitsverkehr. Nicht berücksichtigt sind Verbindungen wie Alvia und Intercity in Richtung Cádiz, Huelva oder Almería sowie der AVE nach Granada, die derzeit über längere Ersatzrouten geführt werden.

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