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4. Mai 2022 | 17:15 Uhr
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Hitzewelle in Indien führt auch zu Stromausfällen

Weite Teile Nord- und Westindiens leiden aktuell unter enorm hohen Temperaturen bis zu 50 Grad. Zusätzliches Problem: Da die Klimaanlagen vielerorts auf absoluten Hochtouren laufen, kommt es auch zu Versorgungsengpässen bei der Stromversorgung, meldet der Krisenwarndienst A3M. Ein Ende der Hitze sei nicht in Sicht.

Indien Mumbai

Mumbai: Im Bundesstaat Maharashtra starben mehr als zwei Dutzend Menschen aufgrund der Hitze

Allein im Bundesstaat Maharashtra mit der Hauptstadt Mumbai hat die Hitze mehr als zwei Dutzend Menschen das Leben gekostet. Seit Ende März würden 25 Todesfälle auf Hitzschlag zurückgeführt, sagte ein Sprecher des Bundesstaats laut Tagesschau. So viele Hitzetote habe es seit mehr als fünf Jahren nicht gegeben.

Extreme Temperaturen seien in Indien keine Seltenheit, berichtet das auf Krisenfrühwarnung spezialisierte Unternehmen. Auffällig sei allerdings der vergleichsweise frühe Zeitpunkt. Bereits seit Mitte März hatten Regionen mit hohen Werten zu kämpfen. Dies komme zwar immer wieder vor, sei in den jüngsten Jahren aber selten der Fall gewesen.

Frühere Hitzewellen kamen meist später im Jahr

Das Unternehmen beobachtet weltweite Extremereignisse und hat die Hitzewellen der vergangenen zehn Jahre ausgewertet. Im Jahr 2012 trat demnach eine Periode von Extremwerten zum Beispiel Anfang Juni auf – im Jahr darauf etwa Mitte Mai. Im Jahr 2014 hatten die Bürger in weiten Teilen des Landes Mitte Juni mit Extremwerten zu kämpfen – im Jahr darauf bereits im Mai. Die  Welle des Jahres 2015 war besonders verheerend mit mehr als 1.000 Todesopfern und massiven Schäden an der Infrastruktur wie etwa Straßen. 2016 lief es zeitlich ähnlich wie in diesem Jahr – hier trat eine Welle bereits im April auf.

2017 war ebenfalls ein ungewöhnlich frühes Jahr mit einer Hitzeperiode um Ende März. In den Jahren darauf kämpften die Menschen deutlich später mit Extremwerten – 2018 etwa Ende Mai. 2019 kletterten die Temperaturen zu Beginn des Monats  Juni auf Höchstwerte. Noch später war dies mit Mitte Juni im Jahr 2020 der Fall. Im vergangenen Jahr 2021 trat eine Hitzewelle sogar erst Anfang Juli auf.

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