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21. September 2021 | 16:32 Uhr
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Jubel und einige offene Fragen nach US-Öffnungsankündigung

Nach der Ankündigung der Vereinigten Staaten, von November an wieder geimpfte Reisende aus der EU und Großbritannien ins Land zu lassen, ist die Freude bei Airlines und Veranstaltern groß. Einige Details, etwa zu Reisen mit Kindern und zugelassenen Impfstoffen, sind indes noch offen.

USA Chicago Michigan See Foto iStock Joecho-16

Die USA, hier Chicago, sind ab November wieder bereisbar

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Genaue Vorgaben, wie diese Nachverfolgung ablaufen soll, würden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, hatte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag in Washington erklärt. Zu den bislang noch offenen Themen zählt die Frage, wie es sich mit Reisen mit Kindern verhält, die sich derzeit noch nicht impfen lassen können, aber mitreisen möchten. Unklar ist auch, ob für den verpflichtenden Nachweis eines negativen Coronatests ein PCR-Test erforderlich ist oder ob ein Antigentest genügt.

Geklärt werden muss auch die Frage, welche Impfstoffe für den Nachweis einer vollständigen Impfung, der für die Einreise in die USA benötigt wird, akzeptiert werden. Jenseits des Atlantiks sind bislang nur die Vakzine von Pfizer/Biontech, Moderna sowie Johnson & Johnson zugelassen. Der Impfstoff von Astra-Zeneca hat dagegen in den USA bislang keine Notzulassung erhalten. Er wurde aber in Deutschland und vor allem in Großbritannien häufig verimpft. Offen ist zudem, wie mit Kreuzimpfungen, also Impfungen mit zwei verschiedenen Impfstoffen umgegangen wird, die es in den Vereinigten Staaten nicht gegeben hat.

Touristik und Business Travel rechnen mit Nachfrageschub

Die Reisebranche zeigte sich nach der Ankündigung der Öffnung begeistert. So sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr, die angekündigte Rücknahme von Reiserestriktionen in die USA stelle "nicht nur für unsere Airlines einen großen Schritt aus der Krise dar", sondern sie sei auch "eine hervorragende Nachricht für die transatlantische Partnerschaft". Bereits in den ersten Stunden nach Ankündigung durch die US-Administration seien die Buchungen für Lufthansa Flüge über den Nordatlantik im Wochenvergleich um 40 Prozent gestiegen. Lufthansa könne das Flugangebot "im Bedarfsfall auch kurzfristig noch erweitern".

TUI will das Angebot laut dem Handelsblatt in den nächsten Wochen ebenfalls aufstocken. Vor allem für den nächsten Sommer herrsche nun mehr Planungssicherheit. TUI gehe deshalb davon aus, dass sich viele Kunden im Januar, wenn traditionell der Sommerurlaub geplant wird, für die USA entscheiden würden.

Nicht nur für Touristen bringt die geplante Öffnung neue Perspektiven. Denn die Vereinigten Staaten sind auch der wichtigste Investitionsmarkt für deutsche Unternehmen, sie beschäftigen laut Handelsblatt rund 900.000 Menschen vor Ort. Entsprechend groß ist nun die Erleichterung bei den Geschäftsreisedienstleistern. "Unter unseren Kunden gibt es einen großen Nachholbedarf für transatlantische Geschäftsreisen", sagt Andrew Crawley, Chief Commercial Officer, American Express Global Business Travel. Man erwarte einen "anhaltenden Anstieg der Buchungszahlen".

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