Kapazitätseinschränkungen bremsen Jamaikas Tourismus
Jamaika hat bis Ende August 2,34 Millionen Besucher empfangen und 2,5 Milliarden US-Dollar an Tourismuseinnahmen erzielt. Damit lagen die Ankünfte 17 Prozent und die Erlöse 18 Prozent unter dem Vorjahr. Tourismusminister Edmund Bartlett (Foto) führt den Rückstand vor allem auf die Folgen von Hurrikan Melissa zurück. Derzeit sind nur rund 70 Prozent der Hotelzimmer verfügbar.
Jamaica Information Service/Michael Sloley
Angesichts der geringeren Hotelkapazitäten ist Jamaikas Tourismusminister Edmund Bartlett mit den erreichten Gästezahlen zufrieden
Hurrikan Melissa hatte im Oktober 2025 zahlreiche touristische Betriebe auf Jamaika getroffen. Rund 30 Prozent des Zimmerangebots sind deshalb weiterhin außer Betrieb. Darunter befinden sich laut Bartlett auch besonders stark nachgefragte Kapazitäten. Sie sollen überwiegend erst gegen Jahresende oder im ersten Quartal des kommenden Jahres zurückkehren.
Der Tourismusminister wertet die bisherige Entwicklung trotz der Rückgänge als zufriedenstellend. Die Nachfrage nach Jamaika sei gemessen am eingeschränkten Zimmerangebot weiterhin hoch.
Flugkapazität noch nicht vollständig zurück
Auch bei den Flugverbindungen sind die Folgen des Hurrikans noch spürbar. Die Kapazitäten haben laut Bartlett das Niveau vor Melissa noch nicht wieder erreicht. Die bestehenden Strecken würden jedoch weiter bedient und seien stark ausgelastet.
Zugleich sind Flugtickets nach Jamaika teilweise teurer geworden. Bartlett verweist dabei auf Probleme der internationalen Luftfahrtindustrie und anhaltende Engpässe in den Lieferketten.