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7. Mai 2021 | 12:57 Uhr
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Kaum Aussicht auf Australien-Grenzöffnung Anfang 2022

Hoffnungen auf Australien-Reisen dämpfte Finanzminister Simon Birmingham und verwies darauf, dass die Lage trotz aller Impffortschritte weltweit unsicherer sei als je zuvor. Angesichts neuer Virus-Mutationen etwa in Indien dürften die Grenzen bis weit ins nächste Jahr geschlossen bleiben, sagte er.

Australien Südaustralien Eyre Highway Nullarbor Foto SATC Greg Snell

Die Zeit bis zur nächsten Australien-Reise könnte noch länger sein

"Wir stellen fest, dass die Australier Sicherheit wollen, und angesichts der Unsicherheiten um die Geschwindigkeit der Impfungen und ihre Wirksamkeit im Hinblick auf die verschiedenen Virusmutationen sowie die Dauer ihrer Wirksamkeit, bedeutet dies, dass wir die grenzen Anfang nächsten Jahres nicht einfach öffnen werden", sagte der Minister der Zeitung "The Australian".

Für Unsicherheit sorgen auch Berichte, nach denen in den vergangenen drei Wochen allein in der Metropole Sydney sechs Einreisende, die im Ausland bereits komplett gegen Covid-19 geimpft worden waren, während ihrer vorgeschriebenen Hotel-Quarantäne positiv auf das Virus getestet worden waren. Nach Informationen der Zeitung "Sydney Morning Herald" handelte es sich um sechs von insgesamt 150 Fällen, bei denen Reisende im Zuge ihrer Quarantäne zwischen dem 10. April und dem 1. Mai positiv getestet worden waren.

Unterdessen kommt in die Debatte um die Möglichkeit einer Rückkehr in Indien gestrandeter Australier in die Heimat offenbar Bewegung. Das Einreiseverbot für Rückkehrer aus Indien werde voraussichtlich am 15. Mai wieder aufgehoben, erklärte Premierminister Scott Morrison laut "Spiegel“. Dann sei das Ziel der Maßnahme erreicht und eine Verlängerung nicht mehr nötig. Angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Indien hatte die Regierung in Canberra vor einer Woche einen Einreisestopp auch für seine eigenen Bürger erlassen – unter Androhung von Haftstrafen von bis zu fünf Jahren bei Zuwiderhandlung.