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30. Januar 2020 | 18:45 Uhr
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Mailen

Kreuzfahrer saßen nach Virusverdacht auf Costa-Schiff fest

Die Furcht vor dem Coronavirus hat die Kreuzfahrt erreicht: Im italienischen Hafen Civitavecchia durften gestern 6.000 Passagiere und 1.000 Besatzungsmitglieder nicht von Bord, weil bei einer Frau aus Macau Verdacht auf das Coronavirus bestand. Mittlerweile gibt es Entwarnung. Heute Abend wird die „Costa Smeralda“ wieder auslaufen.

Costa Crociere Costa Smeralda Foto Costa Crociere

Die "Costa Smeralda" wurde wegen des Verdachts auf Coronavirus in Civitavecchia festgehalten; Passagiere und Crew durften nicht von Bord

Unter den 6.000 Kreuzfahrern auf der „Costa Smeralda“ waren rund 750 Chinesen. Auch Deutsche sollen an Bord gewesen sein. Eine 54-jährige Frau aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau hatte Fieber und Atemprobleme. Sie wurde isoliert, von Medizinern untersucht und Proben in ein Krankenhaus in Rom geschickt, berichtet der „Stern“. Keiner der Passagiere und auch nicht die Crew durften das Schiff gestern verlassen.

Am späten Nachmittag teilte die lokale Gesundheitsbehörde in Rom mit, die ersten Testergebnisse seien "beruhigend" und deuteten darauf hin, dass eine Infektion mit dem Coronavirus ausgeschlossen werden könne.

Die „Costa Smeralda“ soll heute um 18 Uhr nach Savona auslaufen und damit ihr reguläres Kreuzfahrtprogramm wieder aufnehmen, heißt es in einem Statement der Reederei. Costa habe Gästen, die gestern nach der Entwarnung in Civitavecchia hätten von Bord gehen sollen, die Möglichkeit geboten, auf dem Schiff zu übernachten.

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