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15. März 2019 | 08:00 Uhr
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Mallorca sperrt Zufahrt zum Cap Formentor auch dieses Jahr

In diesem Jahr wird die Zufahrt zum nördlichsten Punkt Mallorcas für private Pkw zwischen dem 15. Juni und dem 15. September zwischen 10 und 19 Uhr gesperrt. Wer den Leuchtturm sowie die Strände und Aussichtspunkte auf der Halbinsel erreichen will, muss zu Fuß gehen oder auf das Fahrrad oder den Bus umsteigen.

Cap Formentor

Die Zufahrt zu Mallorcas nördlichstem Punkt wird im Sommer tagsüber gesperrt 

Die Schließung der Zufahrt zum Leuchtturm am nördlichsten Punkt Mallorcas, die 2018 vom 9. Juli bis Mitte September andauerte, sei ein Pilotversuch gewesen, erklärte Verkehrsdezernentin Mercedes Garrido vergangene Woche auf der ITB. Die Erfahrung habe gezeigt, dass sich mit dieser Maßnahme die Verkehrsbelastung in Spitzenzeiten um bis zu 90 Prozent senken lasse. Deshalb wolle man die Strategie, die ebenso beliebte wie pittoreske Strecke in der Hochsaison tagsüber vom Autoverkehr weitgehend zu befreien, auch in diesem Jahr fortsetzen, sagte Garrido.

Die Sperrung betrifft die Ma-2210 zwischen den Kilometern 8,7 und 19,6, auf der in Spitzenzeiten laut Garrido bis zu 300 Autos pro Stunde unterwegs sind. Der Shuttle-Bus fährt im 30-Minuten-Takt zwischen der Playa von Formentor und dem Leuchtturm im 30-Minuten-Takt und hält an allen wichtigen Stationen. Ein Ticket für die Fahrt von der Bucht von Alcúdia oder von Port de Pollenca bis zum Leuchtturm kostet aufgrund der Einbindung in den Tarifverbund nur 2 Euro. Die Zahl der Busse werde auf insgesamt vier erhöht, kündigte die Verkehrsdezernentin an.

Ob die Sperrung tagsüber und in den Sommermonaten ausreicht, um die Natur auf der Halbinsel zu schützen und Verkehrschaos zu vermeiden, ist indes fraglich. So berichtete die lokale Zeitung "Ultima Hora" schon an einem Wochenende Anfang März von Staus auf der Straße zu dem beliebten Ausflugsziel. Zudem findet der Sonnenuntergang, der ebenfalls viele Besucher anzieht, im Sommer außerhalb der Sperrungszeiten statt. Verkehrsdezernentin Garrrido betonte auf Nachfrage allerdings, dass trotz der Popularität des Ortes abends in der Regel deutlich weniger Verkehr herrsche als tagsüber.

Christian Schmicke

 

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