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15. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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Mehr Polit-Ereignisse, weniger Naturkatastrophen

So lautet die Bilanz des Krisenwarnsystems A3M für die erste Hälfte des Jahres 2019. Terrorattacken, bewaffnete Konflikte, Demonstrationen und Unruhen hätten zugenommen. Dagegen sei die Zahl von Wirbelstürmen, Erdbeben und Hochwasserkatastrophen rückläufig gewesen. Ein dauerhafter Trend sei das aber nicht.

Dieses Jahr traten laut A3M auf der Welt mehr politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und religiös motivierte Ereignisse im ersten Halbjahr auf als im gleichen Zeitraum 2018. Vor allem Demonstrationen und Unruhen hätten in hohem Maße zugelegt. In der Kategorie Terrorismus zählte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 583 Ereignisse im Vergleich zu 549 im Vorjahr. Die Anzahl bewaffneter Konflikte und Kriege belief sich im bisherigen Jahresverlauf 2019 auf 94 im Vergleich zu 92 im Vorjahreszeitraum und blieb damit fast gleich. Deutlich gestiegen seien 2019 hingegen Ereignisse wie Demonstrationen und Unruhen. 826 ergab die Auswertung von Nachrichtenagenturen und zahlreichen weiteren Quellen durch A3M Global Monitoring. Im ersten Halbjahr 2018 fanden laut Analyse des Krisenbeobachtungsdiensts nur 577 Demonstrationen und Unruhen weltweit statt.

Auch die Häufigkeit von Naturkatastrophen hat A3M unter die Lupe genommen. In den drei Kategorien Erdbeben, Hochwasser und tropische Wirbelstürme ist die Zahl laut der Erhebung insgesamt von 609 im ersten Halbjahr 2018 auf 561 leicht gesunken. Annähernd gleich geblieben sei dabei die Zahl der Erdbeben. In den ersten sechs Monaten 2018 habe die Erde 502 Mal, 2019 bislang 495 Mal gebebt. Einen deutlichen Rückgang verzeichnete A3M bei Hochwasser. Während 2018 69 Hochwasser auftraten, waren es 2019 nur 37. Rückläufig war in diesem Jahr auch die Zahl der tropischen Wirbelstürme mit 29 im Vergleich zu 38 Wirbelstürmen im ersten Halbjahr 2018. Trotz des leichten Rückgangs in den drei Kategorien gehen die Experten von A3M davon aus, dass das Risiko für Hochwasser, Hitzewellen, tropische Wirbelstürme und Unwetter in den kommenden Jahren aufgrund des Klimawandels ansteigen werde.

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