Mehr Soldaten und offenbar Beruhigung nach Gewalt in Mexiko
Nach den schweren Ausschreitungen Im Anschluss an die Tötung eines Kartell-Bosses hat die Regierung in Mexiko ihre Sicherheitskräfte weiter aufgestockt und stationierte zusätzliche 2.500 Soldaten in den betroffenen Regionen im Westen. Die Präsidentin des Landes erklärte, die Lage habe sich beruhigt.
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Mexiko leidet im Kampf gegen Drogenkartelle unter einer Gewaltwelle
Zuvor hatte die Armee die Tötung von Nemesio Oseguera Cervantes öffentlich gemacht. Der als "El Mencho" bekannte Anführer des Kartells Jalisco Nueva Generación galt als einer der mächtigsten Drogenbosse des Landes.
Aussicht auf Beruhigung
Auf die Tötung reagierte das Kartell mit landesweiten Gewaltausbrüchen. Nach Regierungsangaben kam es in 20 der 32 Bundesstaaten zu Ausschreitungen. Flüge wurden gestrichen, Geschäfte blieben geschlossen, Fußballspiele abgesagt. Bei den Zusammenstößen starben mindestens 74 Menschen, darunter 25 Mitglieder der Nationalgarde. Die Regierung spricht von mehr als 70 Todesopfern.
Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte inzwischen, die Lage habe sich beruhigt. Es sei wieder "friedlich" und "ruhig" im Land. Bereits am Montagmorgen habe es keine Straßenblockaden mehr gegeben. Zuvor hatte sie die Bevölkerung angesichts der Sorge vor weiteren Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen zur Ruhe aufgerufen.
Reaktion aus der Branche
Studienreisespezialist Studiosus, bekannt für einen umsichtigen Umgang mit Risikosituationen, erklärt zu dem Thema auf seiner Website: "Aktuell reisen Gäste von uns in Mexiko, alle sind wohlauf. Gemeinsam mit unseren mexikanischen Partnern beobachten wir die Entwicklung der Sicherheitslage im gesamten Land sehr aufmerksam. Unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter befolgen die Anweisungen der örtlichen Behörden. Bei Bedarf passen wir auch kurzfristig unsere Reiseprogramme an und informieren entsprechend." Kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen von Mexiko-Reisen bietet das Unternehmen nicht an.
Christian Schmicke
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