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24. März 2020 | 16:09 Uhr
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Niederlande verschärfen Maßnahmen zur Corona-Eindämmung

Alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte sind bis zum 1. Juni verboten, die Bürger müssen Sicherheitsabstand halten und sollen zu Hause bleiben. Zuvor hatte die Regierung eine Strategie der “beherrschten Verbreitung“ des Corona-Virus unter Bevölkerungsgruppen befürwortet, für die eine Infektion weniger riskant sei.

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Die Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte hatte ihr Vorgehen bislang, anders als andere europäische Länder, auf der Annahme basieren lassen, dass gegen die Krankheit immun sei, wer das Virus einmal hatte. Je größer daher die Gruppe sei, die immun sei, desto kleiner sei die Chance für das Virus, auf anfällige ältere Menschen und Personen mit schwacher Gesundheit überzuspringen. Im Kern sollte diese "Herden-Immunität" wie eine Schutzmauer für Riskogruppen wirken.

Entsprechend voll waren angesichts milder Regelungen noch am vergangenen Wochenende waren viele Strände und Parks, wie mehrere Medien berichten. Ein besorgter Reise-vor9-Leser schrieb an die Redaktion, es bestehe Anlass zu der Befürchtung, dass die von härteren Maßnahmen betroffenen Bundesbürger in Scharen die Reise zu den westlichen Nachbarn antreten könnten.

Das ist nun vorbei. Denn inzwischen hat die Regierung des Landes ihren Kurs geändert. Der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern müsse eingehalten werden, betonte Rutte und forderte seine Landsleute auf: "Bleibt so viel wie möglich zu Hause."

Strengere Regeln gelten auch für das Privatleben. Die Bürger der Niederlande sollen auch in ihren Wohnungen maximal drei Gäste empfangen und nur noch allein einkaufen gehen. Das Versammlungsverbot gilt vorerst nicht für Kinder, die im Freien noch zusammen spielen dürfen. Nach den neuen Regelungen können Bürgermeister nun auch Strände, Parks und Zeltplätze schließen.

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